Aktuelles

Unser Vorstand setzt sich ein: Protestaktion vor chinesischer Botschaft

Demonstranten mit einem Banner 'SOS! FREE MY PARENTS' und 'Falun Dafa ist gut' protestieren gegen die Verfolgung von Falun Gong.

Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, hat unser Vorstandsvorsitzender Michael Heinisch-Kirch zusammen mit weiteren Bürgerrechtlern eine Mahnwache vor der chinesischen Botschaft in Berlin abgehalten.

Gemeinsam protestierten sie gegen die anhaltende Verfolgung der Falun-Gong-Praktizierenden in China, die seit mehr als zwei Jahrzehnten andauert.

Der friedliche Protest richtet sich insbesondere gegen das Unrecht, das dem chinesischen Teebauern Yuande Ding und seiner Ehefrau widerfährt. Seit über 25 Jahren werden beide aufgrund ihrer Falun-Gong-Praxis verfolgt. Yuande Ding wurde im vergangenen Jahr ohne rechtliche Grundlage zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren sowie einer Geldstrafe von 15.000 Chinesischen Yuan (ca. 2.000 Euro) verurteilt. Sein Sohn, Lebin Ding, der inzwischen in Europa lebt, kämpft unermüdlich für die Freilassung seiner Eltern und vieler weiterer Falun-Gong-Praktizierender, die unter dem kommunistischen Regime in China leiden.

Unterstützt wird dieser Einsatz von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen sowie Parlamentariern aus verschiedenen europäischen Ländern. Gemeinsam verurteilen sie die systematische Unterdrückung der Falun-Gong-Bewegung durch die chinesische Regierung, die seit Jahren rechtswidrig und mit zunehmender Härte gegen die friedlichen Anhänger der spirituellen Praxis vorgeht.

Anlässlich der Mahnwache wurde auch ein Protestschreiben an den chinesischen Botschafter in Berlin, Hongbo Deng, übergeben. Darin fordern die Unterzeichnenden, darunter der  Sozialarbeiter Stefan Müller sowie die SED-Opferbeauftragte des Deutschen Bundestages, Evelyn Zupke, die sofortige Freilassung von Yuande Ding und seiner Frau sowie aller weiteren zu Unrecht inhaftierten Falun-Gong-Praktizierenden.

Michael Heinisch-Kirch drückte bei der Veranstaltung seinen tiefen Respekt und seine Solidarität mit den verfolgten Familien in China aus. „Ich möchte der Familie Mut zusprechen. Ich möchte den Familien, die im Moment unterdrückt sind und unter der Verfolgung und Repressionen leiden in China, Mut zusprechen. Es ist wirklich ein bisschen absurd, weil es alles so aussieht, als sei die kommunistische Partei so stark, dass sie die Repressionen immer weitermachen kann. Aber wir sehen in der Geschichte, dass sich Geschichte auch schnell ändern kann. Sie kann sich ändern, wenn wir an die Änderung glauben und wenn wir dafür aktiv werden,“ betonte Heinisch-Kirch.