Nachhaltigkeit
...als Handlungsauftrag der SozDia
Nachhaltigkeit
...als Handlungsauftrag der SozDia

Als sozialdiakonische Trägerin — gewachsen in der christlichen Tradition — stehen wir in einer besonderen Verantwortung für die Bewahrung von Gottes Schöpfung. Für uns ergibt sich daraus ein konkreter Auftrag zum Handeln.
Im Sinne der Nachhaltigkeit entscheiden und handeln wir nach den Grundsätzen des Erhalts ökologischer Kreisläufe und der sozialen Verteilungsgerechtigkeit natürlicher Ressourcen. Die SozDia inspiriert und unterstützt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien sowie alle Mitarbeitenden darin, eine Erde zu bewahren, die allen Geschöpfen auf Dauer eine würdevolle Existenz bieten kann. Nachhaltiges Handeln bedeutet für uns zudem: Vorleben, Sensibilisieren, Befähigen und Position beziehen.
Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Wir wollen bis 2030 klimaneutral werden. Dazu passen wir gerade unsere Strukturen an und tauschen vor allem in unseren Gebäuden sukzessive konventionelle Technologien gegen ökologische aus. Dazu zählen der Einsatz von Photovoltaik und Solarthermie, Wärmepumpen, verbesserte Dämmung sowie energieeffiziente Heizungs- und Lüftungstechnik. Diese Maßnahmen sollen unsere CO2‑Emissionen deutlich reduzieren und sind fester Bestandteil unseres Alltags- und Investitionsplans.
Seit den Anfängen der SozDia in den 1990er Jahren nimmt ökologische Nachhaltigkeit einen beständigen und kontinuierlich wachsenden Platz im Alltag unserer stiftungseigenen Einrichtungen ein. Alle Einrichtungen der SozDia bemühen sich jeden Tag, ein Stückchen nachhaltiger zu werden. Für uns ist Nachhaltigkeit mehr als ein Schlagwort; sie ist die Grundlage für ein gutes Zusammenleben. Wenn Ressourcen fair geteilt, Abfall reduziert und Menschen gestärkt werden, funktioniert Nachbarschaft besser.
In unseren Ausbildungsbereichen verbinden wir Lernen direkt mit Ressourcenschonung. In der Hirnholzwerkstatt arbeiten Auszubildende mit zertifizierten, einheimischen Hölzern, reparieren gebrauchte Möbel und nutzen energieeffiziente Maschinen. Im Ausbildungsrestaurant Am Kuhgraben verwenden wir 100 % Bio‑Zutaten, betreiben clevere Resteverwertung, nutzen ökologische Reinigungsmittel und bieten Catering per Lastenrad an — Nachhaltigkeit, die man schmecken und anfassen kann.
Zudem kommen in 11 unserer Kitas selbstverständlich Bio‑Mahlzeiten auf den Tisch. Wir achten auf regional beschaffene, saisonale Zutaten, kurze Transportwege und faire Produktionsbedingungen. Damit erhalten Kinder nicht nur gesunde Mahlzeiten, sondern werden früh für die Herkunft, die saisonale Vielfalt und die Wertschätzung von Lebensmitteln sensibilisiert. Ernährung wird so zum Lernort für nachhaltiges Handeln.
In unseren Kitas und bei unseren Bildungsangeboten lernen Kinder und Familien spielerisch den Umgang mit Ressourcen: Flohmärkte, Kleidertausch und Upcycling zeigen, wie aus Alt Neues entsteht. Einrichtungen wie Dein Plan Z bieten kreative Up‑Cycling‑Workshops an, begrünen Dächer und legen Hochbeete an.
Im Gemeinwesen fördern wir das Teilen statt Wegwerfen. Öffentliche Tauschschränke, Verschenkeregale und Kleidertauschangebote schaffen Orte der Begegnung. In Kooperation mit Partnern wie der HoWoGe stärken wir so eine Kultur des Teilens, die Ressourcen schont und Nachbarschaft fördert.
In der Wohnungsnotfallhilfe verbinden wir Digitalisierung mit sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit: Digitale Dokumentation, mobiles Scannen und der Smart‑Monitor‑Pilot ermöglichen das gemeinsame, schrittweise Ausfüllen von Anträgen. Das spart Papier und Wege und stärkt gleichzeitig die digitale Kompetenz der Menschen.
Viele unserer Maßnahmen sind pragmatisch und wirkungsvoll: Bücher‑ und Kleidertauschbörsen, Recyclingpapier, Mehrweglösungen im Catering, bedarfsgesteuerte Heizungen sowie der Austausch von Material‑ und Personalressourcen innerhalb der SozDia. Nachhaltig handeln heißt für uns: nicht warten, sondern jeden Tag ein bisschen besser werden — gemeinsam mit den Menschen, die wir begleiten.
Auch beim Neubau und der Sanierung unserer Einrichtungen ist der Nachhaltigkeitsgedanke allgegenwärtig. Vier unserer Einrichtungen verfügen über Solaranlagen zur Stromerzeugung, zwei über Solarthermieanlagen zur Wärmeerzeugung — und der Ausbau geht weiter: Energetische Sanierungen, der Einsatz moderner Heizungstechniken und eine intelligente Gebäudeautomation sind zentrale Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Nachhaltigkeit ist für die SozDia kein Zusatzprogramm, sondern gelebtes Selbstverständnis: Ökologisch verantwortliches Handeln und soziale Gerechtigkeit gehören für uns untrennbar zusammen. Wir bleiben dran — Schritt für Schritt, Alltag für Alltag.
Erklärtes Ziel der SozDia Stiftung Berlin ist es ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auch im Klima- und Ressourcenschutz nachzukommen. Die Einführung eines Energiemanagementsystems (EMS) soll zu einer Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen beitragen.
Das Energiemanagementsystem (EMS) orientiert sich an den Normen EN ISO 50001 und EN ISO 50005. Es hat das Ziel, Energieverbräuche systematisch zu analysieren und darauf basierend gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Reduzierung des Energieverbrauchs zu implementieren.
Die Einführung des EMS beinhaltet die Entwicklung und Implementierung sowohl organisatorischer als auch technischer Strukturen, die eine regelmäßige Erhebung von Energiedaten ermöglichen. An ausgewählten Standorten wird durch die Installation von Messtechnik und den Einsatz einer speziellen Software die Erfassung und Auswertung von Energiekennzahlen, einschließlich der Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen), erfolgen. Auf dieser Grundlage wird jährlich ein Energiebericht erstellt, der die Fortschritte und Ergebnisse dokumentiert.
Ausgewählte Liegenschaften werden zudem einer detaillierteren Gebäudebewertung unterzogen, um bauliche Maßnahmen für umfängliche Energieeinsparungen zu identifizieren.
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung des Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Weitere Informationen zur Initiative gibt es auf klimaschutz.de.
Laufzeit: 1.5.2023 - 31.12.2026
Förderkennzeichen: 67K22016
Zuwendungsgeber: Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
Förderprogram: Nationale Klimaschutzinitiative (BMWK)
Ansprechpartner:
Benjamin Domke (Energiemanagement)
E-Mail: benajmin.domke(at)sozdia.de
Tel: 030 887 077 43
Wir bei SozDia fördern nachhaltige Mobilität: Mitarbeitende können Fahr- und Lastenräder nutzen, erhalten Jobticket-Zuschuss und wir haben unseren Fuhrpark auf E‑Fahrzeuge umgestellt.
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Im Juni nahmen in ganz Berlin fast 28.000 Radelnde am STADTRADELN teil. Auch das Team „SozDia Stiftung Berlin“ war wieder mit dabei und landete mit 6.168 km unter berlinweit 1.267 Teams auf Platz 205.
Auch im Jahr 2023 ist die SozDia wieder bei der Aktion STADTRADELN mit dabei. Seid dabei im Team „SozDia Stiftung Berlin“ und lasst uns gemeinsam die 10.078 km aus dem Vorjahr noch übertreffen.
Nachhaltigkeitsmanager der SozDia
Marc Tschirley
Tel.: 030 887 097 65
E-Mail:
marc.tschirley(at)sozdia.de