Am 12. November 2025 trafen sich rund dreißig Mitarbeitende aus verschiedenen Fachbereichen zu einem Fachtag rund um die aktuelle SINUS-Jugendstudie. Ziel war es die Lebenswelten von Jugendlichen noch besser zu verstehen – und unsere Arbeit so gestalten, dass sie wirklich zu ihrem Alltag, ihren Wünschen und Herausforderungen passt.
Der Tag selbst war dicht gefüllt: Nach einem spannenden Input des SINUS-Instituts rund um die verschiedenen Jugendmilieus und die Methodik der Studie arbeiteten wir in Workshops zu Social Media, Geschlechteridentität und Partizipation. Am Ende standen fünf konkrete Projektideen – von einer Veranstaltung mit Influcencer*innen im Jugendklubs bis hin zu einer Handyfreie Woche.
Warum dieser Blick so wichtig ist? Weil Jugendliche nicht „eine“ Gruppe sind, sondern vielfältige Lebensstile, Werte und Bedürfnisse haben. Nur wenn wir diese Unterschiede ernst nehmen, entwickeln wir Angebote, die wirklich anschlussfähig und bedarfsorientiert sind. So können wir den Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und nachhaltig Vertrauen aufbauen – eine Grundvoraussetzung für gelingende Unterstützung. Gleichzeitig ermöglicht uns ein gutes Verständnis der Jugendmilieus, Partizipation nicht nur als Wort zu benutzen, sondern Jugendliche wirklich in Entscheidungen einzubeziehen. Auch in der Prävention hilft uns dieses Wissen: Wir erkennen früher, was junge Menschen belastet, und können rechtzeitig reagieren. Und nicht zuletzt unterstützt uns der Blick in digitale Lebenswelten dabei, unsere Medienkompetenzen auszuweiten und die Angebote daran auszurichten. Gendersensible Zugänge gewinnen dabei ebenfalls an Tiefe, weil wir besser nachvollziehen, wie vielfältig Geschlechteridentitäten heute gelebt werden.



