Diese Woche hat gezeigt, wie früh und intensiv die Hitze schon jetzt in der Stadt ankommt. Für viele Menschen ist das unangenehm – für wohnungslose Menschen kann es lebensgefährlich werden. Schon ab etwa 30 bis 32 Grad gefühlter Temperatur steigt das Risiko hitzebedingter Erkrankungen deutlich. Wer draußen lebt, hat keinen Rückzugsort, keinen Schatten auf Abruf, kein Glas Wasser in der nächsten Minute. Genau hier setzt unsere Hitzehilfe an.
Was wir anbieten
Vom 1. Juni bis 31. August 2026 sind wir in der Magdalenenkirche und rund um die Karl-Marx-Straße in Neukölln vor Ort – mit kühlen Räumen, Wasser, Essen, Hygieneartikeln, Sonnenschutz und Sozialberatung. Neu in diesem Jahr kommt eine aufsuchende Komponente hinzu: Mobile Teams suchen Menschen direkt im öffentlichen Raum entlang der Karl-Marx-Straße auf – mit dem Lastenrad, mit Wasser im Gepäck und mit der Bereitschaft, da zu sein, wo die Not ist.
Was uns besonders macht
Unser Team besteht nicht nur aus Fachkräften. Menschen mit eigener Erfahrung von Wohnungslosigkeit arbeiten bei uns als gleichberechtigte Peer-Kräfte, sowohl in der Magdalenenkirche als auch unterwegs. Sie wissen aus erster Hand, was gebraucht wird, und schaffen Vertrauen, das anders kaum entsteht. Das ist für uns kein Zusatzangebot, sondern Kern unseres Ansatzes: Wer Erfahrung hat, soll mitgestalten dürfen.
Was wir fordern
Unsere Hitzehilfe hilft jetzt und konkret. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass sich strukturell etwas ändert:
- Hitzehilfe-Angebote müssen auch am Wochenende erreichbar sein
- Berlin braucht ein flächendeckendes, fußläufig erreichbares Netz an Schutzräumen – nicht nur einzelne Standorte
- Die Finanzierung darf nicht jedes Jahr neu auf der Kippe stehen, sondern muss verlässlich und mehrjährig gesichert sein
- Hitzebusse gehören berlinweit im gleichen Umfang eingesetzt wie Kältebusse im Winter
- Und langfristig: Mehr Bäume, mehr Trinkwasserstellen, mehr Schatten in der Stadt – und stillgelegte Brunnen wie am Reuterplatz wieder in Betrieb nehmen. Das hilft nicht nur wohnungslosen Menschen, sondern allen, die unter der Hitze leiden
So könnt ihr helfen
Sachspenden könnt ihr jederzeit während unserer Öffnungszeiten in der Magdalenenkirche vorbeibringen. Wir brauchen vor allem:
- Sonnencreme
- Wasser & Trinkflaschen
- frische Unterwäsche
- Hygieneartikel
- Hüte & Sonnenschutz
Auch Geldspenden helfen uns sehr – sie ermöglichen uns, Angebote auch über die öffentliche Förderung hinaus zu sichern und auszubauen.
Spendenkonto
Evangelische Bank
IBAN: DE23 5206 0410 0103 9071 55
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: Wohnungsnotfallhilfe Neukölln
Wenn du aktiv werden, mithelfen oder das Projekt unterstützen möchtest, melde dich bei: Hitzehilfe(at)sozdia.de

