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Was bleibt: Zum Tag des Testaments

Porträt einer lächelnden Frau mit kurzen blonden Haaren, Brille und Ohrringen vor hellem Hintergrund

Am 13. September ist Internationaler Tag des Testaments. Der Aktionstag macht darauf aufmerksam, dass Menschen mit ihrem Testament selbst entscheiden können, was einmal mit ihrem Nachlass geschieht – und dabei auch gemeinnützige Organisationen berücksichtigen können.

Bei der SozDia beschäftigt sich künftig Annette Scholl mit dem neu aufzubauenden Bereich Fundraising. Sie bringt bereits viel Erfahrung mit: In der Vergangenheit hat sie Fundraising für kulturelle und kirchliche Organisationen sowie für Bau- und Restaurierungsprojekte gemacht.

Um ein Gefühl für die Arbeit der verschiedenen Projekte und Einrichtungen sowie für die jeweiligen Bedarfe zu bekommen, schaut sich Annette Scholl jetzt erst einmal die vielfältigen Angebote der SozDia genauer an.

Fundraising ist dabei vor allem Beziehungsarbeit. „Das Tolle am Fundraising ist, mit Menschen in Kontakt zu kommen“, sagt sie. Es gehe darum, Beziehungen aufzubauen und Menschen für Projekte zu begeistern. Das braucht Zeit – und viele Gespräche.

Ein Nachlass kann eine Möglichkeit sein, langfristig etwas zu bewirken. Gemeinnützige Organisationen können im Testament beispielsweise durch ein Vermächtnis berücksichtigt oder als Erben eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil: Gemeinnützige Organisationen sind in der Regel von der Erbschaftsteuer befreit. Das bedeutet, dass der Nachlass vollständig dem gemeinnützigen Zweck zugutekommen kann.

Wie persönlich eine solche Entscheidung sein kann, zeigt eine Geschichte aus dem Fundraising: Der Kölner Zoo erhielt einmal eine außergewöhnlich hohe Zuwendung aus den USA. Die Spenderin hatte als Kind viele schöne Erinnerungen an den Zoo. Diese Verbindung blieb ihr offenbar ein Leben lang erhalten – und wurde schließlich zu einem Vermächtnis. Solche Geschichten zeigen, dass es beim Vererben oft nicht nur um Geld geht, sondern auch um Erinnerungen, Dankbarkeit und die Verbundenheit mit einem Ort oder einer Sache.

Gerade das Nachlassfundraising braucht deshalb Zeit und Vertrauen. Manchmal kommen Menschen auch von selbst auf eine Organisation zu, weil sie bereits wissen, was sie mit ihrem Nachlass bewirken möchten.

Mit Annette Scholl hat die SozDia nun eine Ansprechpartnerin für den Bereich Großspenden- und Nachlassfundraising. Ihre Aufgabe wird es sein, diesen Bereich weiterzuentwickeln und neue Formen der Unterstützung in den Blick zu nehmen.