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Anpacken, zuhören, Perspektiven schaffen

Zwei Köche in weißer und schwarzer Kochkleidung unter hängenden Küchengeräten in einer professionellen Küche

Beim Besuch der Linken Spitzenkandidatin Elif Eralp im „Am Kuhgraben“ wurde sichtbar, was Jugendberufshilfe für junge Menschen leisten kann – und warum sie gerade jetzt verlässliche Rahmenbedingungen braucht.

Wie wichtig gute Unterstützung beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf ist, wird besonders dann sichtbar, wenn man direkt vor Ort miteinander ins Gespräch kommt.Deshalb haben wir Elif Eralp, Bürgermeister-Kandidatin der Linken, eingeladen, unser Ausbildungsrestaurant "Am Kuhgraben" zu besuchen und sich ein Bild von unserer Arbeit in der Jugendberufshilfe zu machen.

Eralp folgte der Einladung und packte dabei auch selbst mit an:Gemeinsam mit den Auszubildenden half sie bei der Vorbereitung der Gerichte. So ergab sich ganz selbstverständlich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Jugendlichen berichteten von ihren Erfahrungen, ihrem Ausbildungsalltag und davon, was ihnen auf ihrem Weg ins Berufsleben hilft.
Im Anschluss tauschten sich Elif Eralp, unser Vorstandsvorsitzender Michael Heinisch-Kirch, Lea Bergmann, Verbundleitung Ausbildung und Qualifizierung, und Jens Standke, Fachlicher Koordinator im Kuhgraben, über die aktuelle Situation in der Jugendberufshilfe aus.

Dabei wurde deutlich, wie herausfordernd die derzeitige Situation für freie Träger ist. Seit Februar 2026 werden frei werdende Plätze nicht mehr regelhaft nachbesetzt. Neue Hilfen und Anschlussmaßnahmen können nur noch in begrenztem Umfang und unter großem Vorbehalt geprüft werden. Gleichzeitig gibt es weiterhin viele junge Menschen, die nach der Schule keine klare Perspektive für ihren weiteren Weg haben.
Gerade deshalb sind Angebote der Jugendberufshilfe so wichtig. Sie schaffen Möglichkeiten, wenn der direkte Weg in Ausbildung oder Arbeit nicht gelingt. Sie geben Orientierung, bieten Unterstützung und helfen jungen Menschen dabei, Schritt für Schritt eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Auch langfristig ist es entscheidend, junge Menschen rechtzeitig zu begleiten. Wenn notwendige Hilfen ausbleiben oder Übergänge nicht gelingen, können bereits erreichte Fortschritte verloren gehen. Was zunächst wie eine Einsparung wirkt, kann später zu einem deutlich größeren Unterstützungsbedarf führen.

Der Besuch im Kuhgraben hat diese Zusammenhänge ganz konkret sichtbar gemacht. Besonders die Gespräche mit den Auszubildenden gaben Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen und zeigten, wie viel bewirken kann, wenn junge Menschen verlässliche Unterstützung und echte Chancen bekommen.

Zum Abschluss betonte Elif Eralp, dass ihr der Besuch eindrücklich gezeigt habe, welche wichtige Arbeit die Jugendberufshilfe leistet. Vor allem die Gespräche mit den Auszubildenden hätten deutlich gemacht, wie wertvoll Angebote wie der Kuhgraben sind: als Orte, an denen junge Menschen Unterstützung erfahren, ihre Fähigkeiten entdecken und eine Perspektive für ihren weiteren Weg entwickeln können.

Für uns ist klar: Jugendberufshilfe braucht verlässliche Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven. Denn hinter jedem Ausbildungsplatz steht ein junger Mensch, der wichtig ist.

Zwei Personen sitzen an einem Holztisch im Freien und unterhalten sich, auf dem Tisch stehen Gläser, eine Wasserflasche und eine Kaffeetasse
Drei Personen sitzen an einem Holztisch im Freien, eine Frau in weißer Kochjacke spricht, zwei Personen sind mit dem Rücken zur Kamera zu sehen.