Liebe SozDia-Kolleg*innen,
die Bundesregierung arbeitet aktuell an einer Strukturreform des Kinder‑ und Jugendhilferechts.
In den ersten Entwürfen dieser Reform drohen Einsparungen, die unsere Arbeit und vor allem den Schutz von Kindern und Jugendlichen ernsthaft schwächen würden.
Worum es konkret geht:
1. Die Reform plant Kürzungen und Konkurrenzregeln, die notwendige Hilfen verzögern oder verhindern können. Das schwächt den Sozialstaat und gefährdet die Lebensperspektiven junger Menschen.
2. Vorgeschlagene Vorrangregeln für allgemeine Angebote würden individuelle Hilfen (Einzelfallhilfe) einschränken. Wenn Hilfen am Bedarf vorbeigehen, steigt das Risiko für Familienkrisen und staatliche Eingriffe.
3. Die versprochene „Gesamtzuständigkeit“ wird verschoben und durch eine Experimentierklausel verwässert. Das lässt weiterhin unterschiedliche Versorgungssituationen in den Ländern zu – zum Nachteil junger Menschen mit
Behinderung.
Unser Aufruf an euch:
Unterschreibt den Appell, wenn ihr das für richtig und wichtig haltet. Jede Stimme zählt und stärkt die fachliche Kritik gegenüber der Politik. Hier geht’s zum Appell!
Macht Werbung in eurem Netzwerk. Sprecht mit Kolleg*innen, mit Kooperationspartner*innen, Ehrenamtlichen, Familie und Freund*innen. Teilt den Link per E-Mail, in Chats und in euren Einrichtungen. Jede Weiterverbreitung erhöht die Sichtbarkeit.
Anbei findet ihr einen Aushang, den ihr in euren Einrichtungen aufhängen könnt.
Die geplanten Änderungen können die Qualität der Hilfen, die wir täglich für Kinder, Jugendliche und Familien erbringen, schwächen. Wir alle arbeiten dafür, dass junge Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Dafür lohnt es sich, Haltung zu zeigen und gemeinsam aktiv zu werden.
Herzliche Grüße
Euer Leitungsteam
