Das Holzwurmhaus wurde 1996 am Rand des Landschaftsschutzgebietes Wartenberger/ Falkenberger Luch als Niedrigenergiehaus in Holzbauweise errichtet. Das L-förmige Gebäude mit seinem zweigeschossigen “Turm” im Eingangsbereich fügt sich mit seiner Fassade und dem Gründach harmonisch in die Umgebung ein. Da zentrale Elemente zur Abdichtung und Dämmung beim Bau nicht berücksichtigt wurden, kam es im Laufe der Jahre zu erheblichen Schäden an der Fassade, und auch der Boden hat sich abgesenkt. Dazu kommt eine veraltete Haustechnik.
Bei der jetzt erfolgenden Sanierung wird dem ökologischen Grundgedanken des Gebäudes auf zeitgemäße Art Rechnung getragen. Dem vorausgegangen ist eine Machbarkeitsstudie im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerung“, bei der unterschiedliche Optionen geprüft wurden. Der jetzt realisierte Plan sieht vor, das Holzi bis auf die tragende Konstruktion abzutragen und anschließend in moderner Holzbauweise mit hinterlüfteter Fassadenverkleidung sowie erneuerter Haustechnik wieder zu errichten.
Für angenehme Temperaturen im Herbst und Winter sorgt zukünftig eine Wärmpumpe, kombiniert mit Solarthermie und einer zusätzlichen Photovoltaikanlage. Nachhaltig und umweltgerecht wird auch die Pflege der Natur auf dem Gelände: dank einer Pflanzenkläranlage zur Aufbereitung des anfallenden Abwassers, das dann zur Bewässerung genutzt werden kann. Zudem wir ein angepasster Grundgrundriss dafür sorgen, dass die Bedürfnisse der jüngeren und älteren Besucher*innen besser berücksichtigt werden können. Um möglichst kosten- und zeitsparend zu arbeiten, kommen bei der Sanierung vorgefertigte Bauelemente zum Einsatz. Geplant ist, dass im Herbst die Rückkehr aus dem Übergangsquartier in der Zingster Straße erfolgt.
Doch auch danach bleibt viel zu tun: Gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt wurde für das Areal ein Campus geplant, der zusätzlich zum Holzwurmhaus ein Familienzentrum sowie Räumen für weiterführende sozialpädagogische Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung umfasst. Dabei kommt ebenfalls das Förderungsprogram „Nachhaltige Entwicklung“ sowie das Programm „Europa im Quartier“ zum Tragen.
Durch die Bündelung der dringend benötigten Beratungs- und Betreuungsangebote bieten sich vielfältige Möglichkeiten für Kooperationen und gemeinsame Veranstaltungen – denn gemeinsam geht Leben gestalten einfach besser.
