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Mitarbeitendenversammlung 2026: SozDia setzt auf politische Bildung und Haltung

Mitarbeitende bei der Eröffnungsrede

Gesellschaftliches Engagement ist für uns ein wichtiger Teil unseres Selbstverständnisses - das gilt mehr denn je.

Politisch bleiben, Haltung zeigen und im Gespräch bleiben: Bei unserer Mitarbeitendenversammlung 2026 stand die politische Bildung im Mittelpunkt. Denn gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung und gesellschaftlicher Verunsicherung braucht es Mut, Standhaftigkeit und ein klares Bekenntnis zu Menschenwürde und Zusammenhalt.

„Was wir in dieser Zeit brauchen, ist ein klares Trotzdem“, sagte Heinisch-Kirch zu Beginn seiner Rede. Die jüngsten Wahlergebnisse und die zunehmende Akzeptanz von Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit seien Anlass, nicht still zu bleiben. Für die SozDia bedeute das: „Wir sind nicht still, sondern wir stellen uns gegen Menschenfeindlichkeit und für Zusammenhalt.“

Dabei stellte Heinisch-Kirch auch klar, dass die SozDia nicht unpolitisch ist. „Die SozDia ist nicht neutral“, betonte er. Denn soziale Arbeit sei immer auch eine Arbeit für gesellschaftliche Teilhabe, für die Würde jedes Menschen und für ein gutes Miteinander. Das bedeutet, sich einzumischen, Perspektiven zu schaffen und auch dort Haltung zu zeigen, wo gesellschaftliche Unterstützung schwieriger wird.

Wie diese Haltung im Alltag konkret gelebt wird, zeigte die anschließende Podiumsdiskussion, bei der Kolleg*innen aus verschiedenen Fachbereichen über die vielfältigen Formen politischer Bildung in der SozDia sprachen.

Dabei wurde deutlich: Politische Bildung findet nicht nur in eigens dafür konzipierten Veranstaltungen statt. Sie steckt auch in den vielen alltäglichen Situationen der pädagogischen Arbeit. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstehen immer wieder spontane Fragen, Bemerkungen oder Diskussionen zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Diese Momente aufzugreifen, nachzufragen und gemeinsam weiterzudenken, ist ein wichtiger Teil politischer Bildung – im Einzelgespräch genauso wie in der Gruppe.

Auch die vielfältigen Angebote und Projekte der SozDia schaffen Räume für Begegnung und Austausch. Das Dialogmobil unseres welcome!-Projekts und die Eisschmiede sind Beispiele dafür, wie die Stiftung Menschen zusammenbringt, Gespräche ermöglicht und Dialogräume eröffnet, die an vielen Stellen in der Gesellschaft fehlen. Politische Bildung bedeutet dabei auch, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und miteinander im Gespräch zu bleiben.

Neben der politischen Bildung und dem gesellschaftlichen Engagement ging es bei der Mitarbeitendenversammlung auch um das Miteinander innerhalb der SozDia. Jens Hultsch, Abteilungsleiter Personal bei der SozDia, informierte darüber, dass die Stiftung zu den besten Arbeitgeber*innen Berlins 2026 gehört. Der Tagesspiegel zeichnet damit Unternehmen und Organisationen aus, die für gute Arbeitsbedingungen, eine wertschätzende Unternehmenskultur und ein starkes Miteinander stehen.

Er betonte, dass die Auszeichnung vor allem eine Würdigung des Einsatzes der Kolleg*innen sei – ihrer Ideen, ihres Engagements und ihrer Bereitschaft, füreinander da zu sein. „Sie zeigt, dass gute Arbeit dort entsteht, wo Menschen einander vertrauen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten“, so Hultsch

Damit ist die Auszeichnung auch eine Anerkennung dessen, was die SozDia als Stiftung ausmacht: Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam daran arbeiten, gute Arbeits- und Lebensbedingungen für andere und füreinander zu schaffen.

Ein weiterer Programmpunkt gab Einblick in die Arbeit der Mitarbeitendenvertretung (MAV). Die Mitglieder stellten sich und ihre Aufgaben vor und machten damit sichtbar, welche Möglichkeiten der Beteiligung und Mitgestaltung es innerhalb der SozDia gibt. Außerdem gab es einen Ausblick auf die kommenden stiftungsübergreifenden Termine.

Nach dem offiziellen Teil blieb wie jedes Jahr Zeit für Begegnung: Bei Getränken und Snacks kamen die Mitarbeitenden miteinander ins Gespräch, tauschten sich aus und ließen die Versammlung gemeinsam ausklingen.

Die Mitarbeitendenversammlung hat gezeigt: Politische Bildung und gesellschaftliches Engagement sind für uns deshalb kein Zusatz, sondern ein wichtiger Teil unseres Selbstverständnisses. Wir mischen uns ein, wir eröffnen Dialogräume und wir schaffen Perspektiven. Wir bleiben politisch – jetzt erst recht.

Zwei Kolleg*innen im Gespräch
Kolleg*innen im Gespräch
Mitarbeitende im Austausch
Kolleg*innen tauschen sich aus.
Mitarbeitende bei der Podiumsdiskussion.
Die Mitarbeitendenvertretung stellt sich vor.