Ausgabe Mai 2012
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Deutscher Naturschutzpreis 2012

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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

"meine Ernte" - ein anderes Modell zum Anbau von Gemüse

Fotos: W. Ganders

von Gabriele Lebelt  /   Druckversion

Mancher hat es sicher schon gehört: Im Norden des Bezirkes, in Wartenberg, hat das Projekt "meine Ernte" im Frühjahr 2011 zusammen mit dem Gartenbaubetrieb Vogel, interessierten Gemüseliebhabern eine Fläche zur Verfügung gestellt.

Das Konzept ist ganz einfach: Ein landwirtschaftlicher Betrieb stellt ein Feld zur Verfügung. Dieses wird vom Bauern mit Gemüse und Kräutern bepflanzt, in Parzellen aufgeteilt und verpachtet. Es werden Wasser und alle Geräte für die weitere Pflege und Ernte bereitgestellt. Auf der Fläche werden verschiedene Gemüsesorten gepflanzt oder gesät: Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Kohlrabi, Kräuter, Kürbis, Mangold, Möhren, Landgurke, Pastinake, Porree, Radieschen, Rote Beete, Rotkohl, Salate, Spinat, Weißkohl, Wirsing, Zucchini, Zuckermais und Zwiebeln. Neben der Erstbepflanzung von über 20 Gemüsesorten ist noch Platz für idividuelle Wünsche, wie zum Beispiel Blumen, vorhanden. Die Nutzer zahlen für die 20 bzw. 40 m² großen Flächen ein Pacht.

Jeder kann mitmachen. Gerade für Kinder ist es immer wieder interessant zu erleben, wie aus einer kleinen zarten Pflanze eine Tomate oder Gurke wächst und vor allem, welche Schritte notwendig sind, um dies geschehen zu lassen. Auch Gartenneulinge sollen unterstützt und angeregt werden, gärtnerisch tätig zu werden. Dies geschieht durch wöchentliche Hilfe und Unterstützung vor Ort und online. In ortsspezifischen Newslettern werden Tipps und Tricks zum aktuellen Gärtnergeschehen gegeben, aber auch Rezepte sowie Informationen zur Lagerung von Gemüse eingestellt.

Was ist seit Frühjahr aus dem Projekt geworden?

In Wartenberg ist die Nachfrage sehr groß. Insgesamt bewirtschaften etwa 100 Personen dort ihr Gemüsebeet. Darunter sind viele Familien mit Kindern, einige Paare aber auch Einzelpersonen. Die Altersgruppen der Mitglieder von 30-40 Jahren sowie die Gruppe der 50-65 jährigen sind am meisten vertreten.

Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Die Menschen freuen sich, ihr eigenes Biogemüse, welches auch noch aus der Region kommt, zu ernten. Somit erhält Essen eine ganz andere Wertschätzung. Zumal biologisch bewirtschaftet wird, das heißt, es werden keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Dünger eingesetzt.

Nach der großen Ernte werden die leeren Flächen umgepflügt und vorbereitet. Man denkt sogar über eine Vergrößerung im nächsten Jahr nach. Wegen der großen Resonanz ist eine Vormerkung jetzt schon sinnvoll. Zum Ende des Jahres werden die Flächen für das nächste Jahr vergeben.

Bewerbungen sind möglich unter: www.meine-ernte.de.

Juli 2011