Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Deutscher Naturschutzpreis 2012

Jetzt bewerben!

"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

einsteigen-aussteigen-umsteigen

Abbiegende Gleise heißt zwei verschiedene Haltestellen, Foto: Anne Haertel
Dort fährt die Straßenbahn! Rechts oder links muss also die Haltestelle sein., Foto: Anne Haertel
Die Haltestelle der M5, M6 ist nicht in Sichtweite, Foto: Anne Haertel
Aus- und einsteigen am Allee-Center, Foto: Anne Haertel
Aus- und Einsteigen am Allee-Center, Foto: Anne Haertel
Ein Gruppe Jugendlicher steigt aus, Foto: Anne Haertel
Wo geht es von der Haltestelle Gensler Str. wohl zum Bus 256?, Foto: Anne Haertel

Inhalte der letzten und der nächsten Mobilitätsratssitzung
von Anne Haertel   /   Druckversion

"Als ich vor vielen Jahren von Köln nach Berlin kam, erschien mir manches Umsteigen von der S-Bahn in den Bus und von der Straßenbahn in die U-Bahn in Berlin so unpraktisch und kompliziert gelöst. Bis heute, scheint mir, hat sich daran nichts geändert. Außer, dass ich es heute mit mehr Humor betrachten kann. Allerdings bin ich bei jedem Umsteigen froh, dass ich keinen Kinderwagen oder Rollstuhl bei mir haben muss. Ich würde die Krise kriegen! In gewisser Weise können also meine Krankenkasse und ich den Verkehrsgesellschaften dankbar sein, dass ich mich fast ausschließlich und viel gesünder per Fuß und Fahrrad durch die Stadt bewege."

Der Lichtenberger Mobilitätsrat diskutierte am 19. Oktober 2011 mit Herrn Horth vom Stadtplanungsamt des Bezirkes Lichtenberg und Herrn Paul von der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) über Vorschläge zur Verbesserung beim Benut­zen und Umsteigen von U-Bahn, Bus und Straßenbahn im Bezirk.

Der Bezirk und die BVG sind über solche Vorschläge regelmäßig im Gespräch. Ein Grund mehr also, ab und zu die Ein­wohner/-innen einzubeziehen. Es zeigte sich mir, dass es sich als Bürger/in lohnen kann, seine Meinung kundzutun, auch wenn die Umsetzung ihre Zeit braucht. Zum Beispiel hatte eine Frau per Brief vorgeschlagen, dass an der Sieg­friedstraße/ Ecke Herzbergstraße der Bus nicht extra halten müsste, sondern einfach die Haltestelle der Tram 18 und 37 mit anfährt. Da muss man zum Umsteigen keinen Meter laufen und spart gleich noch die Unterhaltung einer Bushalte­stelle ein. Diese sinnvolle Lösung hatte auch die BVG schon im Blick, so dass sich hier Bürger- und Verkehrsgesell­schaftsinteressen die Hand reichten. Die Umsetzung ist nun für das Frühjahr 2012 geplant.

Während der Ratssitzung wurde angesprochen, dass der Bus 296 in der Woche zwischen dem Bärenschaufenster und dem Nöldnerplatz an Vormittagen häufig überfüllt ist und besonders großen Bedarf an Platz für Rollatoren und Rollstüh­len benötigt. Hier einigten sich die BVG und das Bezirksamt auf eine Taktverdichtung, wobei noch nicht entschieden ist, zwischen welchen Uhrzeiten die Taktverdichtung gelten soll. Herr Paul (BVG) wies darauf hin, dass nur dann etwas (wie Taktverdichtungen, Linien, etc.) dazu kommen kann, wenn woanders etwas weggenommen wird.

Eine weitere Information war, dass am Bahnhof Lichtenberg in den nächsten Jahren die Bushaltestelle der Busse 193 und 256 deutlich näher an den U-Bahn-Eingang verlegt werden soll, so dass man nach dem Aussteigen ohne Umwege und Überquerungen direkt in die U-Bahn gelangen kann. Diese Veränderung ist für die nächsten Jahren geplant.

Weit länger wird hingegen die Verlegung zweier Tramhaltestellen dauern. Die Planung steht fest: Die am S-Bahnhof Karlshorst soll unter die Brücke, während die am S-Bahnhof Friedrichsfelde auf die Brücke verlegt werden soll.

Im Gespräch spielten noch viele weitere Detailfragen eine Rolle:

Erstaunt war der Rat darüber, dass es schwierig sei, untereinander abgestimmte Fahrpläne der verschiedenen Verkehrs­gesellschaften an sinnvollen Stellen aufzuhängen. So wurde zum Beispiel am Eingang des S-Bahnhofs Friedrichsfelde ein Fahrplanaushang bzw. eine Anzeige mit den nächsten Bahnen vorgeschlagen, so dass der Fahrgast sich schon be­vor er auf den Bahnsteig kommt, entscheiden kann, welches Verkehrsmittel er wählt bzw. dass er weiß, welches eher kommt. Abstimmungen zwischen den Verkehrsgesellschaften können u.a. an wechselnden Ansprechpartner/-innen, un­klaren Zuständigkeiten und egozentrischem Unternehmensdenken scheitern. So mancher fragte sich, was daran so schwierig ist, sinnvolle und zeitnahe Lösungen zur Zu­friedenheit der Kunden und der Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaften zu schaffen. Einen Herrn bewegt dabei zurzeit die unmögliche Situation am Bahnhof Ostkreuz, wo die Fahrräder - nun verständlicherweise an den Bauzäunen festgemacht - den Weg versperren, weil weit und breit keine Fahrradbügel zu sehen sind.

Die vielen Fragen, die am Ende der zweistündigen Diskussion offen blieben, weil sie nur von Vertretern der Berliner S-Bahn GmbH bzw. der Deutschen Bahn AG beantwortet werden können, veranlassen den Mobilitätsrat dazu, beim nächsten Mal an dieser Stelle weiter zu machen.

Die nächste Sitzung findet am Mittwoch, 18. Januar 2012 um 18 Uhr im Rathaus Lichtenberg statt.

Weitere Informationen sind auch kurzfristig aktualisiert auf der Homepage www.umwelt.sozdia.de zu finden.

Dezember 2011