Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Deutscher Naturschutzpreis 2012

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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Fotos: Sabine Engert: Falkenberger Krugwiesen

Interview mit Sabine Engert
Leiterin der Blockhütte im Grünen in Hohenschönhausen
von Kathleen Pohl  /  
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Kathleen Pohl: Liebe Frau Engert, was macht eine Naturschutzwächterin?

Sabine Engert: Ein Naturschutzwächter bekommt ein Gebiet zugewiesen, in dem er einmal in der Woche Rundgänge macht und Beobachtungen notiert. Die Beobachtungen beziehen sich auf den Tier- und Pflanzenbestand. Auch Gefährdungen durch die Natur für den Menschen, wie zum Beispiel Astbrüche, werden notiert oder auch Vandalismus. Wir sprechen die Besucher in einem Landschaftsschutzgebiet auch mal an, ihren Müll nach einem Picknick wieder mitzunehmen.

Kathleen Pohl: In welchem Gebiet arbeiten Sie?

Sabine Engert: Im Landschaftsschutzgebiet Krugwiesen (in Hohenschönhausen).

Kathleen Pohl: Welche Voraussetzungen braucht es für einen Naturschutzwächter?

Sabine Engert: Liebe zur Natur auf alle Fälle. Der Naturschutzwächter/ die Naturschutzwächterin muss wachen Sinnes durch die Natur gehen. Ich bin in der Umweltpädagogik tätig. Es sollte, muss aber keine Fachkraft sein. Der Naturschutzwächter muss am Thema interessiert sein, beziehungsweise Willens sein, sich Wissen anzueignen.

Kathleen Pohl: Welche Pflichten hat ein Naturschutzwächter noch?

Sabine Engert: Neben dem wöchentlichen Rundgang muss er monatlich einen Bericht schreiben. Dabei kann ich auf meine Vordrucke zurückgreifen, die ich auf den Rundgängen zu den drei Themen Tiere/ Pflanzen, Gefährdungen und Vandalismus ausfülle. Einmal im Jahr gibt es ein Treffen aller ehrenamtlichen Naturschutzwächter. Dort wird unsere schwerpunktmäßige Aufgabe, nämlich die Entwicklung der Tier- und Pflanzenarten in den Gebieten, ausgewertet. Bei den Tierarten beobachten wir im Moment Amphibien, Vogelarten wie Zaunkönig, Weich- und Säugetiere. Die Beobachtungen gehen dann in die Arbeit des Amtes für Umwelt und Natur ein.

Kathleen Pohl: Gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung für Ihre Arbeit?

Sabine Engert: Ja.

Kathleen Pohl: Wie sind Sie zu dieser ehrenamtlichen Arbeit gekommen?

Sabine Engert: In meinem Fall war es so, dass ich die Arbeit von einem ausscheidenden Kollegen, der auch in der Blockhütte im Grünen gearbeitet hat, übernommen habe.

Kathleen Pohl: Bei wem können sich die Interessierten melden?

Sabine Engert: In Lichtenberg sind das Herr Nabrowski oder Frau Köhler (Bezirksamt Lichtenberg, Amt für Umwelt und Natur).

Kathleen Pohl: Vielen Dank für das Gespräch.

Juni 2011