Ausgabe Mai 2012
Abfall & Recycling
Bildung & Beruf
Energie & Wärme
Mobilität & Verkehr
Natur & Naturschutz
Veranstaltungen
Stellenangebote
Finanzierung
Kontakt
Impressum
Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Deutscher Naturschutzpreis 2012

Jetzt bewerben!

"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Tiere unterm Weihnachtsbaum? - was man beim Schenken bedenken sollte

Foto: Dröse

von Beate Kitzmann   /   Druckversion

Es ist kaum zu glauben, dass jemand auf die grandiose Idee kommt, sein geliebtes Fischlein via Toilettenspülung aus dem heimischen Aquarium in die große Freiheit des Meeres zu entlassen. Dennoch soll dies nach dem Be­such eines mehr oder minder gelungenen Zeichentrickfilms massenhaft geschehen sein. In Amerika natürlich, wo sich meist kleine, aber umso tiefer gerührte Besucher durch "Findet Nemo" zu solchem Tun animiert sahen. Mög­lich ist alles.

Vieles wird im Umgang mit Tieren falsch gemacht. Teils aus Unwissenheit, teils aus Ignoranz. Wenn auch in bes­ter Absicht, werden Tiere aller Art leichtfertig zu Geschenkartikeln degradiert. Weihnachten ist eine solche Zeit. Der Kinderwunsch nach Spielgefährten oder gar "besten Freunden" ist verständlich. Leider aber sind die Folgen allzu oft verheerend. Schnell wird die Freude zur Last, denn der Umgang mit Lebewesen, ob sie schwimmen, kriechen, laufen oder fliegen, hat immer mit Verantwortung, mit Arbeit zu tun. Im günstigsten Fall bleibt das dann an den Eltern hängen. Oft werden die bedauernswerten Wesen einfach ausgesetzt oder noch schlimmer behan­delt.

Muss es dennoch ein Tier zu Weihnachten sein, sollte man die Tipps der Bundesanstalt für Naturschutz beherzi­gen. Einige Grundregeln helfen, Fehler zu vermeid

  • ein Tier nur dann verschenken, wenn der Beschenkte es auch wirklich haben will;

  • unbedingt die Ernsthaftigkeit des Tierwunsches hinterfragen;

  • bei Kindern das Interesse zunächst auf klassische Heimtiere wie Hamster, Zwergkaninchen oder Wel­lensittiche lenken. Exoten sind anspruchsvoller in der Haltung und meist keine ?Schmusetiere?;

  • Verantwortung festlegen und deren Einhaltung kontrollieren;

  • erkunden, ob die gewünschte Art geschützt ist und welche Verpflichtungen sich aus Kauf und Haltung ergeben;

  • bei Fachverbänden Erkundigungen über artgerechte Haltung einholen;

  • überlegen, ob das Tier z.B. im Urlaub von Dritten versorgt oder mitgenommen werden kann.

Beim Kauf sollte man auf Folgendes achten:

  • konkrete Angaben zur Art, Herkunft, Größe, Haltungsansprüche, Lebensdauer, Verhalten (gefährlich, kindgerecht, Zutraulichkeit, Einzel-, Paar-, Gruppenhaltung u.a.), Artbestimmungen einholen.

  • bei unklaren Aussagen auf Kauf verzichten.

  • Lassen Sie sich eine komplette Aufstellung für Kosten zur artgerechten Unterbringung (Käfig, Terrarium, Aquarium inkl. Heizung, Beleuchtung etc.) und Pflege (Futter, Pflege- und Arzneimittel usw.) geben. Sie werden sich wundern über Zeitaufwand und Folgekosten!

  • Unterbringungsmöglichkeiten bei möglichem Nachwuchs einkalkulieren.

  • Keine schwächlichen, abgemagerten, verletzten oder auffallend trägen Tiere kaufen. Auch nicht aus Mit­leid. Hier droht meist eine geringe Lebenserwartung.

  • Verkäufer und Haltungsbedingungen genauestens ansehen. Auf Geruch, Kot und Futterreste achten.

  • Vorsicht bei Sonderangeboten. Tiere sind keine Wühltischware.

Versuchen Sie gemeinsam, all diese Umstände zu berücksichtigen. Wägen Sie in Ruhe ab. Überdenken Sie Ihre Geschenkabsicht noch einmal in aller Ruhe und entscheiden Sie am nächsten Tag. Ein Schleifchen um den Hals ist keine Garantie für gute Pflege.
Fröhliche Wau-Waunachten.

Dezember 2011