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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.
Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.
von Heinz Nabrowsky / Druckversion
Radfahren in Grünanlagen - das war bis vor einigen Jahren noch ein umstrittenes Thema. Im Bezirk Lichtenberg hatte sich schon vor mehreren Jahren der für Verkehr und Grünflächen zuständige Bezirksstadtrat Andreas Geisel (SPD) mit dem Amt für Bauen und Verkehr und dem Amt für Umwelt und Natur darauf verständigt, das Radfahren in Grünanlagen, da wo es möglich ist, zuzulassen. Die öffentlichen Grünanlagen wurden mit dem entsprechenden Hinweisschild versehen. Aber dabei blieb es nicht. Im Zusammenhang mit der Planung des Landschaftsparks Herzberge gab es eine enge Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung/ Referat Radwege. Schnell wurde die gemeinsame Interessenlage klar und so stand einer erweiterten Radwegeplanung für Lichtenberg nichts im Wege.
Wer selbst mit dem Rad in der Stadt unterwegs ist, weiß separate Radwege fern von Straßen mit Kraftfahrzeugen zu schätzen. Die im Landschaftspark Herzberge angewandte Planungsphilosophie lautete demzufolge, möglichst viele Trassen abseits der stark befahrenen Straßen zu finden und zu entwickeln. Im Landschaftspark Herzberge führen jetzt wichtige Radwegeverbindungen vom Stadtzentrum nach Marzahn-Hellersdorf bzw. vom Süden des Bezirkes in den Norden.
Aber auch an anderer Stelle wurde das Radwegenetz ergänzt. Das Bezirksamt Lichtenberg plante schon seit mehreren Jahren, auf der Trasse der ehemaligen Industriebahntrasse der Niederbarnimer Eisenbahn (NBE) einen Fuß- und Radweg zu etablieren. Nach zähen Verhandlungen um Grundstücke und Interessenkonflikten mit einzelnen Anwohnern war es am 09.09.2011 endlich so weit - ein Teilstück des neuen Weges auf der ehemaligen NBE-Trasse wurde fertig gestellt.
Der neue, kombinierte Fuß- und Radweg verläuft vor allem auf dem alten Bahndamm der Niederbarnimer Eisenbahn in Hohenschönhausen: Von der Feldtmannstraße, Ecke Perler Straße bis zur Hansastraße und von dort weiter bis zur Drossener Straße am Faulen See. Er ist etwa 700 Meter lang und drei Meter breit. Auch aus Gründen der späteren Unterhaltung erfolgte die Befestigung mit einer Asphaltdecke. Die Einweihung nahm Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) persönlich vor. Er freute sich sehr über diese Verbindung abseits vielbefahrener Straßen: "Der besondere Reiz des neuen Weges ist sein Verlauf auf dem erhöhten alten Bahndamm. Sein naturnaher Charakter sollte erhalten bleiben, weshalb wir die schon vorhandenen alten Obstbäume und Sträucher mit weiteren heimischen Sträuchern und Bäumen komplettiert haben." (Quelle: Pressearchiv des Bezirksamtes Lichtenberg)
Dafür wurden etwa 400.000 Euro aus dem Programm zur "Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr" der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung investiert. Der schmucke Weg wurde von Dr. Ing. Utz-Rainer Keil vom Büro Keil-Landschaftsarchitekten geplant. Seitens des Amtes für Umwelt und Natur betreute Frau Bertgen die Baumaßnahme. Die Bauzeit dauerte von September 2010 bis August 2011. Auch neue Sitzbänke laden nun zum Ausruhen und Verweilen ein. Im mittleren Teil der Strecke wurde mit Gabionenmauern ein Dreiecksplatz an der ehemaligen Bahnböschung angelegt, der durch seine erhöhte Lage einen freien Blick über die idyllische Kleingartenkolonie und die umgebende Stadtlandschaft ermöglicht. Hier schließt sich eine Radfahrverbindung von der Perler Straße Richtung Darßer Straße bis zum Gebiet um den Malchower See an. Das Autohaus Möbus stellte ein Stück Weg seiner privaten Grundstücksfläche zur Verfügung, der nun als Teil des Gesamtradweges ausgebaut wurde.
Von diesem Wegabschnitt profitieren aber nicht nur die Radfahrer. Auch für Fußgänger ist er bedeutsam und verkürzt die Wanderzeit zwischen den Grünflächen. Darüber hinaus erfüllt der Weg in Teilen auch die Aufgabe des Biotopverbundes. Der Weg durchquert die Kleingartenanlage Feldtmannsburg e.V. In der Kleingartenanlage befinden sich kleine Feuchtbiotope, in denen z.B. auch der Kammmolch lebt. Er ist eine Zielart des europäischen Artenschutzes und daher streng geschützt. Die Molche nutzen die Saumbiotope als Landlebensraum und haben kein Problem mit den Radfahrern, denn sie wandern nur in der Dunkelheit bei Regen.
Der Bezirk Lichtenberg gehört inzwischen zu den Vorreitern für den Bau neuer Fahrradwege. Dass es auch anders geht, zeigt der Nachbarbezirk Pankow. Hier wurde die NEB-Trasse bebaut.
Jetzt fehlt auf der Lichtenberger Seite noch der Abschnitt der ehemaligen NEB-Trasse zwischen Suermondtstraße und Hansastraße, für den die Vorbereitungen bereits laufen. Das Büro Keil-Landschaftsarchitekten prüft zurzeit im Auftrag des Amtes für Umwelt und Natur weitere Wegeverbindungen zwischen dem Landschaftspark Herzberge und dem Norden des Bezirkes. Wenn es nach den Radwegeplanern der Senatsverwaltung ginge, könnten noch viele Kilometer Radwege in Lichtenberger Grünflächen gebaut werden. Und auch Radfahrer träumen von einer tangentialen Verbindung, die von Lichtenberg in den Bezirk Köpenick führen könnte.
November 2011
Bezirk hat Sonderseiten eingerichtetVielleicht hat es noch nicht jeder entdeckt? Zu folgenden Themen hat die Lichtenberger Abteilung Stadtentwicklung Sonderseiten eingerichtet: Bebauungsplan "Gartenstadt Karlshorst" 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenzam 27. April 2012 im Rathaus Lichtenberg war ein erster Schritt und ein großer Erfolg. Die anwesenden Marzahner und Kreuzberger wünschten sich ebensolche Veranstaltungen in ihrem Bezirk. Resonanzen von den Teilnehmer/-innen waren: Weitere Infos und Fotos finden Sie bis zum 10. Mai unter www.umwelt.sozdia.de. Gummibaumzu verschenken! ca. 1,5 m groß an Selbstabholer: Pfarrstraße, Tel.: 44 05 26 04 Berlin summt in Lichtenberg!Neuer Berlin summt - Standort wird am 12. Mai 2012 im Bezirk eingeweiht. Der Interkulturelle Garten Lichtenberg wird damit der zwölfte und letzte Referenzstandort des erfolgreichen Kümmerers für Wild- und Honigbienen in unserer Stadt. Die Initiative Berlin summt ist bekannt geworden, weil sie Imker und Hausbesitzer zusammenbringt, um Bienenstöcke insbesondere auf den Dächern prominenter Orte und touristischer Sehenswürdigkeiten Berlins, aufzustellen. Sie macht damit seit 2011 erfolgreich auf die Situation der Bienen in der Großstadt Berlin aufmerksam. In Lichtenberg ist übrigens das Deutsch-Russische Museum Karlshorst ebenfalls Referenzstandort von Berlin summt. Infos: www.interkulturellergarten.de, www.berlin-summt.de Gemüsegärten zum Mietenmeine Ernte GbR bietet wieder Gemüsegärten für eine Saison zum Mieten in Wartenberg an. |