Ausgabe Mai 2012
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Deutscher Naturschutzpreis 2012

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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Aufbau des Landschaftsparks Herzberge geht in die nächste Runde

Entwicklungsplan der Freiflächen im Bezirk Lichtenberg
Flächenplan des ehemaligen Zeltplatzes

von Heinz Nabrowsky   /   Druckversion

Am 15.10.2011 wurde im Landschaftspark Herzberge der Gesundheitspfad eröffnet. Südlich des Evangelischen Königin-Elisabeth-Krankenhauses sind die Maßnahmen des Amtes für Umwelt und Natur nun im Wesentlichen abgeschlossen.

Im Nordwesten des Landschaftsparks Herzberge befindet sich eine Fläche, die mehrfach einen Nutzungswandel erlebte. Vor dem 2. Weltkrieg entstand hier ein kleines Stadion, das noch bis in die 50iger Jahre genutzt wurde. Als diese Nutzung entbehrlich war, nutzte man die Fläche für ein Zeltlager im Rahmen des "Studentensommers" der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Bis 1990 campierten hier im Juli und August mehrere hundert Studenten in Zelten. Tagsüber arbeiteten sie in Berliner Betrieben und in den Zelten wurde übernachtet.

Danach gab es wechselnde Planungsvorstellungen. Darüber ging die Zeit ins Land und heute ist das Grundstück mit Buschwerk und kleinen Bäumen überwuchert. Für das Projekt "Landschaftspark Herzberge" hat diese Fläche eine große Bedeutung und wurde daher auch immer in die Überlegungen einbezogen. Sie wird auch Bestandteil des geplanten Landschaftsschutzgebietes Herzberge.

In der Nachbarschaft befinden sich mehrere ungenutzte Gebäude, die inzwischen durch Vandalismus stark be­schädigt wurden und seit fast 20 Jahren als Ruinen die Landschaft verschandeln. Mehrere Jahre lang bemühte sich das Bezirksamt Lichtenberg hier um eine Lösung. Der Liegenschaftsfond Berlin verwaltete die Fläche, um eine wirtschaftliche Verwertung vorzunehmen. Letztendlich war das an dieser Stelle nicht möglich.

Jetzt hat das Bezirksamt Lichtenberg von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Unterstützung zum Rückbau und zur landschaftlichen Entwicklung der Flächen erhalten. Im Rahmen eines Ände­rungsantrages zum derzeit laufenden Vorhaben "StadtLandWirtschaft Herzberge - Integrierte Stadt- und Umwelt­entwicklung Berlin-Lichtenberg" wurden die geplanten Maßnahmen um die Entwicklung der Fläche des ehemali­gen Zeltplatzes erweitert. Es werden zusätzliche Mittel in Höhe von rd. 1,8 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Das Vorhaben, welches im Umweltentlastungsprogramm II (UEPII) der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt wird, wird finanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Berlin. Das Bezirksamt leistet hierzu ebenfalls einen finanziellen Beitrag. Die ersten Abriss- und Entsiegelungsmaßnahmen sollen noch 2011 durchgeführt werden. Danach ist hier die Entwicklung einer Waldweide geplant. Die Agrarbörse Deutschland Ost e.V. mit ihrem Landwirtschaftsbetrieb ADO hat schon Inter­esse an der Pacht der Fläche signalisiert.

Damit ist ein Ende der wichtigsten Baumaßnahmen im Landschaftspark Herzberge absehbar. Offen sind u.a. noch Sanierungsarbeiten an den bestehenden Gewässern, die 2012 abgeschlossen werden sollen. Auch der Umbau der Gebäude des ehemaligen VEG Gartenbau Berlin ist noch offen, hier sind ein Schafstall und eine Auf­nahmestation für Wildtiere vorgesehen.

Am Langen Tag der Stadtnatur, der - organisiert von der Stiftung Naturschutz Berlin - am 16. und 17.06.2012 das nächste Mal stattfindet, stehen dann alle Flächen erstmals vollständig für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

In der Umweltzeitung Lichtenberg wird weiter über den Fortschritt der laufenden Baumaßnahmen berichtet wer­den.

Dezember 2011