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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.
Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

von Beate Kitzmann / Druckversion
Städte gelten landläufig als Luft- und Umweltverschmutzer schlechthin. Je größer die Stadt, desto schlechter ihr Ruf. Denken wir nur an die vielen Straßen und Gebäude, die jeden Quadratmeter Natur zu ersticken drohen. Und dann die Menschenflut mit ihren ungezügelten Angewohnheiten und Ansprüchen. Mit unermüdlichem Eifer scheinen wir an der Verschlechterung unserer eigenen Lebensqualität zu arbeiten.
In Berlin sieht es dennoch eher so aus, als ob wir in eine positive Richtung gehen. Betrachtet man Berlin aus der Luft, erkennt man schnell, Berlin ist eine grüne Stadt. Was macht Grünflächen so wichtig? Dr. Martin Wattenbach von der FU verweist auf das Jahr 2003. Wissenschaftler untersuchten diese Hitzeperiode in Paris. Erstaunlich: die Zahl der Hitzetoten hing stark von den Strukturen der Stadt ab. In der Umgebung von Parks und in den Grünanlagen war sie deutlich verringert. Den entscheidenden Effekt bewirkten die geringeren Nachttemperaturen. Schon eine Verringerung um nur 0.5 °C halbierte das Risiko für hitzebedingte Unfälle. Grünflächen können sogar den klimawandelbedingten Anstieg der mittleren Temperatur vollständig kompensieren, wenn man ihren Anteil an der Stadtfläche erhöht.
Auch in Berlin beweisen langjährige Untersuchungen die starke Wirkung von Grünflächen. Der Kühlungseffekt beruht auf der Verdunstung von Wasser durch die Spaltöffnungen der Blätter. Wenn Pflanzen Wasser verdunsten, nehmen Sie gleichzeitig Kohlendoxid aus der Luft auf, um mit Hilfe der Fotosynthese Pflanzenbiomasse auszubauen. Sie wirken somit dem Klimawandel entgegen, da ein Teil dieser Biomasse in Speichern mit hoher Lebensdauer verwendet wird. Bei Bäumen im Holz, aber noch viel wichtiger im Humus des Bodens, wo ein Teil dieses Kohlendioxids für Jahrzehnte oder Jahrhunderte gespeichert wird. Somit haben Grünflächen eine entscheidende Doppelfunktion. Sie helfen uns, mit dem bereits stattfindenden Klimawandel umzugehen, aber eben auch in der globalen Perspektive, die Konzentration von Kohlendioxid zu verringern. Letztendlich sind unsere Grünflächen die wichtigsten langfristigen Speicher. Sie gilt es zu schützen, denn sie schützen unsere Gesundheit.
Unsere Aufgabe ist es, sorgsam darauf zu achten, wie Berlin mit seinen Bäumen und Grünflächen umgeht. Es geht nicht nur um die Schönheit unserer Stadt, sondern um nichts Geringeres als um unsere Zukunft.
Deshalb muss Lichtenberg dieses Thema unbedingt als Handlungsfeld in sein neues Klimaschutzkonzept aufnehmen und mit Priorität umsetzen.
Juli 2011
Bezirk hat Sonderseiten eingerichtetVielleicht hat es noch nicht jeder entdeckt? Zu folgenden Themen hat die Lichtenberger Abteilung Stadtentwicklung Sonderseiten eingerichtet: Bebauungsplan "Gartenstadt Karlshorst" 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenzam 27. April 2012 im Rathaus Lichtenberg war ein erster Schritt und ein großer Erfolg. Die anwesenden Marzahner und Kreuzberger wünschten sich ebensolche Veranstaltungen in ihrem Bezirk. Resonanzen von den Teilnehmer/-innen waren: Weitere Infos und Fotos finden Sie bis zum 10. Mai unter www.umwelt.sozdia.de. Gummibaumzu verschenken! ca. 1,5 m groß an Selbstabholer: Pfarrstraße, Tel.: 44 05 26 04 Berlin summt in Lichtenberg!Neuer Berlin summt - Standort wird am 12. Mai 2012 im Bezirk eingeweiht. Der Interkulturelle Garten Lichtenberg wird damit der zwölfte und letzte Referenzstandort des erfolgreichen Kümmerers für Wild- und Honigbienen in unserer Stadt. Die Initiative Berlin summt ist bekannt geworden, weil sie Imker und Hausbesitzer zusammenbringt, um Bienenstöcke insbesondere auf den Dächern prominenter Orte und touristischer Sehenswürdigkeiten Berlins, aufzustellen. Sie macht damit seit 2011 erfolgreich auf die Situation der Bienen in der Großstadt Berlin aufmerksam. In Lichtenberg ist übrigens das Deutsch-Russische Museum Karlshorst ebenfalls Referenzstandort von Berlin summt. Infos: www.interkulturellergarten.de, www.berlin-summt.de Gemüsegärten zum Mietenmeine Ernte GbR bietet wieder Gemüsegärten für eine Saison zum Mieten in Wartenberg an. |