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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.
Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.











von Heinz Nabrowsky / Druckversion
Auf dem Weg zum Zoo
Im Bezirk Lichtenberg befindet sich einer der größten Landschaftszoos Europas - der Tierpark Berlin. Den Lichtenbergern ist er bestens bekannt, vielen Berlinern leider eher nicht. Die Touristengruppen besuchen meist den Berliner Zoo. Der befindet sich gleich an den Wegen, die die Touristen in Berlin nutzen. Wie sieht es aber mit den Zoologischen Gärten in anderen europäischen Metropolen aus? Eine Frage, der ich als Lichtenberger an einem heißen Junitag nachgehen will, zumal in den letzten Monaten immer wieder in der Öffentlichkeit über die Perspektive der Berliner Einrichtungen spekuliert wurde.
London schwitzt unter rekordverdächtigen Temperaturen um die 32°C. An einem solchen Sommertag zieht es die Londoner und die Besucher der Stadt in Scharen in die innerstädtischen Parks. Ein Blick auf die Karte zeigt: Mit der U-Bahn ist der Zoo nicht unmittelbar erreichbar, einer der nächsten Stationen ist Bakerstreet. Hier angekommen verzichte ich auf den Bus, der Weg durch den Regentspark ist interessanter. Es ist nahezu Mittag und die Sonne brennt, trotzdem begegnen mir immer wieder Jogger, die unbeeindruckt von den hohen Temperaturen ihre Runden drehen. Vorbei an gepflegten Blumenrabatten, einem kleinen See und weitläufigen Wiesenflächen erreiche ich nach mehr als einer halben Stunde den Zooeingang.
Service garantiert
Eine große Menschentraube wartet auf den Einlass. Ich befürchte eine lange Wartezeit. Aber freundliche Helfer sortieren die Besucherschlange und bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit zum Gruppenfoto. Und so bin ich überraschend schnell nach knapp sieben Minuten an der Kasse. An einer der acht Kassen erwerbe ich die Tickets. Der Preis von 20,50 Englische Pfund für ein Ticket ist hoch und entspricht etwa 25 Euro. Es gibt nur geringe Ermäßigungen für Senioren und Studenten (16,40 Engl. Pfund) und Kinder (16,40 Engl. Pfund). Außerhalb der Saison sind Eintrittspreise geringfügig niedriger, im Eintrittspreis enthalten sind 1,90 Engl. Pfund zweckgebunden für Naturschutzprojekte. Neugier kommt auf: Ist der Besuch den Preis wert?
Der Londoner Zoo wird von der Zoologischen Gesellschaft London, einer Wohlfahrtsgesellschaft (gemeinnütziger Verein) betrieben. Ihr Logo prangt auf dem Zoo-Führer. Immer weniger Zoos drucken vergleichbare Broschüren, viele begnügen sich inzwischen mit Übersichtsplänen. Im Zooführer ist eine Karte enthalten und auf etwa 30 Seiten wird auf die wichtigsten Gehege und Höhepunkte eingegangen. Im Mittelpunkt der Bilder und Texte stehen die Zookeeper, die offenbar deutlich erweiterte Aufgaben als die mir bekannten Tierpfleger haben; stehen sie doch im direkten Kontakt zum Publikum - und das nicht über Fernsehkameras. Der Zooführer geht auch auf die Geschichte der Tiergehege ein, immerhin wurde der Londoner Zoo bereits 1832 gegründet und viele Tiergehege waren Maßstab für die Zooarchitektur überall in der Welt. Natürlich gibt es auch viele Informationen über die zur Schau gestellten Tiere.
Genug mit Lesen, ich mache mich auf den Weg. Gleich hinter dem Eingang erwartet die Besucher ein Eisstand, was bei der Hitze wohltuend ist. Überhaupt sind viele Eis-, Getränke- und Imbissstände auf dem Gelände verteilt, dazu zwei Cafés. Die Wartezeiten sind sehr kurz, das Angebot ist vielseitig und angemessen. Auf dem Weg ist ein Rundgang markiert, der sich aber dann irgendwann verliert. Der Londoner Zoo ist nicht sehr groß, eine verlässliche Größenangabe habe ich nirgendwo gefunden, schätze aber die gesamte Fläche auf etwa 12-15 Hektar. Zum Vergleich: Der Berliner Tierpark verfügt über 160 Hektar.
Aquarium und Reptilienhaus
Hinter dem ersten Eisstand finde ich den Eingang des Aquariums. Der Rundgang ist geräumig und obwohl zahlreiche Besucher die gut gekühlten Tierhäuser aufsuchen, gibt es kein Problem, sich die zahlreichen Schaubecken in Ruhe zu betrachten. In den Becken werden wohl alle aquatischen Biotope gekonnt und in hoher Qualität präsentiert. Der Rundgang beginnt mit der Tier und Pflanzenwelt der europäischen Flüsse und Seen, ähnliche Biotope werden auch aus den tropischen Süßwasserregionen gezeigt. Auch Schaubecken mit Korallenriffen fehlen nicht. Durch eine riesige Schaufensterscheibe wird dem Besucher auch ein Blick hinter die Kulissen gegönnt. Darüber hinaus gibt es Schautafeln mit Informationen zum Schutz der Weltmeere und seiner Bewohner.
Im benachbarten Reptilienhaus werden Insekten, Amphibien und Reptilien in verschiedenen Formen gezeigt. Das Terrarium der Riesenschlangen diente 2001 als Vorlage für eine Szene im Harry-Potter-Film "Der Stein der Weisen". Hier sprach Harry Potter mit einer Phyton. Meine Versuche mit der Schlange in Kontakt zu treten, scheitern und so wende ich mich dem Terrarium mit den Krokodilen zu. Leider gibt es hier nur das für mich schon gewohnte Bild zu sehen: Die Behälter sind relativ klein und für die Tiere doch sehr einschränkend. Nur wenige Zoos in Europa erschaffen für Krokodile ein angemessenes Reich. Der erste Höhepunkt des Rundgangs schließt sich gleich an, neben dem Reptilienhaus befindet sich das Gehege für die Komodowarane und für die Galapagosschildkröten. Hier lebte eine der Riesenschildkröten weit über hundert Jahre, Darwin hatte sie noch von seiner Galapagosexpedition mitgebracht, die ihn zu seinen Evolutionsforschungen inspirierte. Beide Gehege bieten diesen Reptilienarten sowohl im Sommer als auch im Winter großzügigen Platz an. In Deutschland haben die Zoodirektoren und auch andere Fachgremien Richtwerte für die Haltung von Zootieren erarbeitet. Was hier bei den Reptilien deutlich wird, setzt sich auch später beim Rundgang fort: Fast alle Gehege liegen deutlich über dem in Deutschland empfohlenen Richtwert und sind in hoher Qualität ausgestattet. Die Komodowarane beindrucken immer wieder durch ihre Größe und das Publikum staunt.
Speisen im Outback
Auf dem Dach des Aquariums befinden sich die Terrassen vom Outback - Gehege. Das 1913 errichtete Bauwerk mit Gebirgslandschaft war zu seiner Zeit richtungsweisend in der Zooarchitektur und eigentlich für Eisbären gedacht. Auf Druck von Tierschutzverbänden haben sich in England aber viele Zoos von verschiedenen Großtierarten getrennt, so auch der Londoner Zoo von den Eisbären. Das Gehege wurde umgebaut und gaukelt heute eine australische Wüstenlandschaft vor. Kängurus und Emus bevölkern diese beindruckende Landschaft. Gleich gegenüber befindet sich ein Pavillon, der als Gaststätte genutzt wird. Die Tischdekoration beeindruckt mich und lädt zur Pause ein. Leider gehöre ich nicht zu den erwarteten Gästen und so setze ich den Weg weiter fort. Er führt mich vorbei an einer Sumpflandschaft, in der sich Zwergflusspferde tummeln.
Das Reich der Gorillas
Neben vielen Gehegen mit Meerkatzen und anderen Affen, afrikanischen Vögeln und kleineren Säugetierarten befindet sich fast in der Mitte des Zoos das Gorillahaus. Hier hat der Zoo kräftig investiert und für etwa 7.000 Engl. Pfund im Jahr 2007 ein prachtvolles Haus mit Außengehege gebaut. Hinter den Glasscheiben rekeln sich die Mitglieder der Gorillagruppe und dösen in der Mittagshitze vor sich hin. Eine dichte Menschentraube steht andächtig vor den nur wenige Meter entfernten Tieren und tauscht in spanisch, französisch oder auch arabisch die Beobachtungen aus. Am Sonntag scheint der Zoo sehr stark von Touristen besucht zu werden. Das Außengehege ist geräumig, sowie sehr vielseitig und naturnah gestaltet. Auch im Innengehege befindet sich aufwendiges ?Gorillamobiliar? und der Boden ist mit Stroh ausgelegt. Das freut den Gorilla, bedeutet aber für den Pfleger einen hohen Reinigungsaufwand.
Mit der Geschichte des Zoos leben
Wenn ein Zoo fast 180 Jahre alt ist, dann wird immer wieder im Laufe der Jahrzehnte um- und neugebaut. Wie geht ein Zoo aber mit seiner Geschichte um? Im Jahr 1965 wurde ein modernes Elefantenhaus gebaut. Am Eingang befindet sich eine Tafel die verkündet, dass dieses Gebäude auch einen Architekturpreis erhielt. Für Elefanten war das Gebäude aber zu klein, irgendwann setzte sich die Erkenntnis durch, dass der Londoner Zoo für eine artgerechte Elefantenhaltung nicht den Platz hat. Heute leben Kamele in diesem Tierhaus. Sie kommen mit den räumlichen Gegebenheiten auf Grund ihrer Ansprüche besser zurecht. In der Nähe dieses Tierhauses befindet sich ein Baudenkmal. 1934 wurde ein Pinguin - Gehege gebaut, an dem Mies van der Rohe sicherlich seine Freude hatte. Vergeblich sucht man in dem Gehege nach Tieren: Es dient als Springbrunnen. In der Nähe eines der Cafés ist das ehemalige Pinguingehege gut in die Zoolandschaft integriert. Eine Pause im Café ist angenehm, hier herrscht Selbstbedienung, die aber reibungslos funktioniert. Die Plätze reichen aus, da sich in der Nähe auch im zentralen Bereich eine Wiese zum Picknicken befindet. Sie ist gut belegt, die Londoner haben sich wohl ihr Essen und Trinken mitgebracht.
Löwen und Tiger
Der Rundgang führt mich nun zu den Tiger- und Löwengehegen. Die Außengehege sind von der Größe mit denen des Berliner Tierparkes vergleichbar, weisen aber deutlich mehr Vegetation auf. Es fällt nicht leicht, die Tiere zu entdecken. Wie an allen Gehegen gibt es hier umfangreiche Information zu den Tieren. Immer wieder wird auf die Artenschutzbelange hingewiesen. Die Zoologische Gesellschaft London ist weltweit an beeindruckend vielen Artenschutzprojekten beteiligt. Gerade die verschiedenen Tigerarten stehen gegenwärtig im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit, muss doch mit dem Aussterben der letzten freilebenden Großkatzen in den nächsten Jahrzehnten gerechnet werden. Die Informationsmaterialien sind leicht verständlich, gut illustriert und sprechen vor allem auch jüngere Besucher an.
Viele Gehege mit kleineren Säugetierarten sowie kleinere Tierhäuser säumen den weiteren Rundgang.
Zoo, Museum, Naturschutzzentrum und Freizeitpark
Der Londoner Zoo hat eine andere Entwicklung als die meisten vergleichbaren deutschen Einrichtungen durchlaufen. Inmitten der Tierhäuser befindet sich das BUGS, ein recht großes Gebäude, das einem Termitenbau nachempfunden wurde. Hier befindet sich ein Informationszentrum, das mit modernsten pädagogischen Mitteln vor allem jüngeren Besuchern z.B. das Thema Evolution näher bringt. Dazu werden auch viele kleine Terrarien und Aquarien geschickt genutzt, um das Interesse zu wecken. Dass das Konzept aufgeht, zeigen mir die vielen jüngeren Besucher, die dicht gedrängt vor den Exponaten auf ihre Art und Weise versuchen, die Welt der Tiere zu entdecken. So nebenbei werden Kenntnisse über wichtige ökologische Prozesse vermittelt.
Gleich in der Nähe befindet sich ein Amphitheater an einem Pinguingehege. Am 'Pinguinstrand' gibt es Vorführungen mit den Pinguinen. Eine der Zookeeperinnen versucht mit Head-Set das Publikum zu dirigieren. Bei der anschließenden Fütterung zeigen die Pinguine ihre Schwimmkünste und die Zookeeperin erläutert das Geschehen. Mehrere hundert Besucher zeigen sich tief beeindruckt.
Ich schaue auf die Uhr und bin überrascht: Es sind schon mehr als drei Stunden vergangen und ich habe noch nicht den Nordteil besichtigt. Bei einer Größe von wenigen Hektar erstaunt es nicht, dass der Zoo Anstrengungen unternahm, sein Gelände zu erweitern. Das ist im Herzen einer Metropole ein schwieriges Unterfangen, da die Bodenpreise unerschwinglich hoch sind. Gegenüber dem Eingang (es gibt nur einen) befindet sich auf der anderen Straßenseite ein Erweiterungsgelände. Ein wenig erinnert die Situation an den Berliner Zoo, der mit einer Brücke sein Erweiterungsgelände am Tiergarten erschlossen hat. In London führen zwei Tunnel unter der Straße den Besucher zu Tierhäusern, die man nicht verpassen sollte.
Regenwald und Giraffen
Vorbei an kleineren Gehegen für Fischotter und Lemuren komme ich zum "Leben im Regenwald", einem Tierhaus, das Regenwald und Nachtleben gleichzeitig zur Schau stellt. In der Mitte des Hauses befindet sich eine Tropenhalle, die in etwa 5 m Höhe von einer Empore eingefasst ist. Auf dieser drängeln sich die Besucher. In der Mitte der Tropenhalle steht eine Zookeeperin, ebenfalls mit Head-Set. Sie hat eine Besucherin in ihr kleines Reich mitgenommen, welches sie nun gemeinsam entdecken. Dabei gibt es viel Spaß und Freude und es wird auch gelacht. So nebenbei erhält das Publikum wichtige Information über den Kreislauf des Lebens im Regenwald. Die Treppen hinunter geht es nun in das Nachttierhaus, wo Gürteltiere, Fledermäuse und vieles anderes mehr zu beobachten sind. Nach angenehmer Kühlung verlasse ich das Nachttierhaus und sehe mich um. Das Erweiterungsgelände wird von einem Kanal durchflossen. Auf der anderen Seite des Kanals befinden sich imposante Flugkäfige für Greif- und Eulenvögel. Ein Naturlehrpfad lädt zur Erkundung der verwilderten Kanalböschung ein. Am Ende des Rundganges befinden sich Tierhäuser und Gehege für Giraffen, Zebras und Okapis. Gerade werden die Giraffen gefüttert. Die Besucher können ihnen dabei hautnah zusehen. Die Okapis haben sich im Gebüsch in ihrem Gehege zurückgezogen. Eine Tafel rät den Besuchern, aufmerksam nach ihnen zu suchen und stellt fest, dass sie in ihrem natürlichen Lebensraum im Regenwald ohnehin unsichtbar sind.
Wie im Flug sind vier Stunden vergangen. Tatsächlich auch genau die Zeit, die vom Londoner Zoo den Besuchern empfohlen wird. Der Nachmittag neigt sich dem Ende zu, noch immer strömen Besucher in den Zoo. Auf der Straße angekommen, suche ich die Busstation. Die befindet sich aber in einer Parallelstraße. Nach wenigen Minuten kommt der 274er Bus Richtung U?Bahnhof Bakerstreet. Obwohl es Sonntag ist, quält sich der Bus langsam durch Staus und Ampeln. Nach 30 Minuten im überhitzten und vollen Bus erreiche ich den U-Bahnhof Bakerstreet, die Strecke beträgt etwa 2 km. Diese Anfahrt ist also nicht zu empfehlen. Ein wenig wehmütig denke ich da an den U-Bahnhof Tierpark, der gut gelegen und wohl temperiert ist.
Fazit
Die vielen neuen Eindrücke haben mich fast erschlagen und ich brauche etwas, um alles zu verarbeiten. Für reiselustige Berliner, die London besuchen, sollten meine Eindrücke dazu beitragen, dort mal in den Zoo zu gehen. Für den naturinteressierten Touristen ist die Wahl ohnehin nicht einfach: Da gibt es ja auch noch den Botanischen Garten (Kewgarden), das Naturhistorische Museum, das Sealife-Aquarium und wunderschöne Parks.
Automatisch fange ich an, einen Vergleich mit dem Tierpark Berlin zu ziehen. Aber das ist sehr schwierig. Der Londoner Zoo liegt im Herzen einer Metropole mit mehr als 6 Millionen Einwohnern ohne Konkurrenz. Das Gelände ist deutlich kleiner und damit sinken auch die Kosten für die Unterhaltung. Eine fast 200-jährige Entwicklung hat es ermöglicht, dass jedes Tierhaus gründlich durchdacht und den Entwicklungen immer wieder angepasst wurde. Obwohl er nur etwa 15 Hektar groß ist, ermöglicht er Besuchern auch stundenlange Rundgänge. Immerhin beherbergt der Londoner Zoo etwa 750 Tierarten. Die Naturbegeisterung der Briten ist groß und garantiert somit auch hohe Besucherzahlen. Der Betreiber sichert, dass sich der Londoner Zoo nicht zu einem Vergnügungspark entwickelt, aber die Besucher trotzdem ihren Spaß haben. Er ist Teil eines großen Netzwerkes, das an einer sehr hohen Zahl von internationalen Artenschutzprojekten beteiligt ist. Dazu lohnt sich auch der Blick ins Internet: einfach 'ZSL London Zoo' googeln und falls erforderlich, übersetzen lassen.
Der Berliner Tierpark dagegen hat mit seinen etwa 56 Jahren eine kurze Geschichte. Mit seinem riesigen Landschaftspark, dem Schloss und vielen Tierhäusern, die zu ihrer Zeit und z.T. auch noch heute die Zooarchitektur in Europa prägen, gibt es für die Zukunft ein großes Potenzial. Im Vergleich zum Londoner Zoo erstaunt es mich nicht, dass das Lebendgewicht aller Tiere im Berliner Tierpark zusammengenommen das des Londoner Zoos wohl um das Hundertfache übertreffen würde. (Hat wohl aber noch keiner ausgerechnet.) Die großen Huftierherden, Elefanten und Nashörner in weitläufigen Freigehegen prägen den Tierpark und ich möchte sie auch nicht vermissen. Tiere in Gefangenschaft zu sehen wird auch zukünftig für die meisten Menschen die einzige Möglichkeit sein, sie lebend zu betrachten. Klar, die Tiere sind eingesperrt und alle Diskussionen über die Größe und die Ausstattung von Gehegen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie in Gefangenschaft leben und in vielen Lebensäußerungen beschränkt sind. Aber was ist die Alternative? Folgen alle Zoos dem Beispiel britischer Zoos, werden Eisbären wohl irgendwann nicht mehr lebend anzutreffen sein, da ihr natürlicher Lebensraum verschwindet.
Es stellt sich für mich auch die Frage, wie zukünftig Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen der Zugang zur Umweltbildung ermöglicht werden soll. Die Eintrittspreise sind inzwischen überall stark gestiegen, die des Londoner Zoos sind da nicht die Ausnahme. Auf der anderen Seite verstärkt sich die Forderung, dass die Einrichtungen ihre Ausgaben selbst durch Veränderungen erwirtschaften sollen. In England erhalten Einrichtungen wie der Londoner Zoo deutlich mehr Zuspruch von der Öffentlichkeit, der sich auch in hohen Spenden wiederspiegelt. Die Zukunft wird zeigen, welchen Weg Zoos in Deutschland gehen werden.
August 2011
Bezirk hat Sonderseiten eingerichtetVielleicht hat es noch nicht jeder entdeckt? Zu folgenden Themen hat die Lichtenberger Abteilung Stadtentwicklung Sonderseiten eingerichtet: Bebauungsplan "Gartenstadt Karlshorst" 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenzam 27. April 2012 im Rathaus Lichtenberg war ein erster Schritt und ein großer Erfolg. Die anwesenden Marzahner und Kreuzberger wünschten sich ebensolche Veranstaltungen in ihrem Bezirk. Resonanzen von den Teilnehmer/-innen waren: Weitere Infos und Fotos finden Sie bis zum 10. Mai unter www.umwelt.sozdia.de. Gummibaumzu verschenken! ca. 1,5 m groß an Selbstabholer: Pfarrstraße, Tel.: 44 05 26 04 Berlin summt in Lichtenberg!Neuer Berlin summt - Standort wird am 12. Mai 2012 im Bezirk eingeweiht. Der Interkulturelle Garten Lichtenberg wird damit der zwölfte und letzte Referenzstandort des erfolgreichen Kümmerers für Wild- und Honigbienen in unserer Stadt. Die Initiative Berlin summt ist bekannt geworden, weil sie Imker und Hausbesitzer zusammenbringt, um Bienenstöcke insbesondere auf den Dächern prominenter Orte und touristischer Sehenswürdigkeiten Berlins, aufzustellen. Sie macht damit seit 2011 erfolgreich auf die Situation der Bienen in der Großstadt Berlin aufmerksam. In Lichtenberg ist übrigens das Deutsch-Russische Museum Karlshorst ebenfalls Referenzstandort von Berlin summt. Infos: www.interkulturellergarten.de, www.berlin-summt.de Gemüsegärten zum Mietenmeine Ernte GbR bietet wieder Gemüsegärten für eine Saison zum Mieten in Wartenberg an. |