Jetzt bewerben!
"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.
Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

von Miriam Pohrt / Druckversion
Wie viele Wildtiere zuvor, ist auch das europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) in den letzten Jahrzehnten vermehrt in die menschlichen Siedlungen eingewandert und hat den Lebensraum Stadt für sich erschlossen. Wo sich das Eichhörnchen in der Stadt genau niedergelassen hat, ob Bäume immer noch ein wichtige Bestandteil seines Lebens sind und inwiefern es bereits Anzeichen einer Verstädterung zeigt, sind nur einige der Fragen, die im Zuge einer Diplomarbeit im vergangenen Jahr bearbeitet werden sollten. Stellvertretend für das Ökosystem Stadt wurde hierbei der Bezirk Lichtenberg als Untersuchungsgebiet gewählt, da er viele unterschiedliche Strukturen (Wohnsiedlungen, Wald, Parkanlagen, Friedhöfe, Tierpark Berlin, Rieselfelder, etc.) aufweist.
Mit Hilfe der Lichtenberger Bürger und Bürgerinnen konnte eine bis dato noch nie dagewesene Untersuchung zum Eichhörnchen in der Stadt durchgeführt werden, die teilweise ganz neue Erkenntnisse über das Leben der Nager in Lichtenberg lieferte. So konnte gezeigt werden, dass das Eichhörnchen im Bezirk großflächig verbreitet und in den Wohnanlagen der Menschen relativ häufig anzutreffen ist. Dort nutzen sie ganz selbstverständlich die menschlichen Strukturen (Hausdächer und Wände, Zäune, etc.) um von einem Ort zu einem anderen zu gelangen. Dennoch stellen Bäume auch in der Stadt eine der essentiellen Grundlagen für das Vorkommen von Eichhörnchen dar. Dies konnte eindeutig anhand der Verbreitung der Nager im Bezirk nachvollzogen werden. Wo fast keine Bäume stehen (Industriegebiete) oder diese noch zu klein sind, um für ein Eichhörnchen interessant zu sein, wurden keine Tiere gesichtet. Innerhalb der Stadt ist ihre Verbreitung jedoch nicht mehr von größeren, waldartigen Baumbeständen abhängig. Hier reichen bereits kleinere, inselartige Bestände bzw. einige Einzelexemplare zwischen Häusern als Lebensgrundlage aus. Weitere Untersuchungen zeigten, dass es in einigen Bereichen von Lichtenberg inzwischen sogar mehr Eichhörnchen gibt als im natürlichen Lebensraum (Wald). Auch an den Menschen haben sich die ehemals scheuen Nager schon sehr gewöhnt. Sie nisten an unseren Häusern auf Balkonen, Fensterbrettern oder sogar in Hauswänden. Dort sind sie vor Wind und Wetter geschützt und werden zudem häufig von den Anwohnern gefüttert. Kein Wunder, dass sie auch ihre Jungtiere in Kobeln (so heißen die Nester der Eichhörnchen) bei den Menschen bekommen und erfolgreich großziehen. Teilweise haben die kleinen Nager ausgeklügelte Techniken und Verhaltenweisen weiterentwickelt, um an die Nahrung der Menschen zu gelangen. So laufen sie bettelnd Parkbesuchern hinterher, warten geduldig an Balkontüren und Fenstern auf Futter oder stibitzen Nahrung direkt vom Menschen.
Die Eichhörnchen in Lichtenberg zeigen somit typische Anzeichen einer Verstädterung und gehören ebenso wie Wildschweine, Rotfüchse und Feldhasen zu den Arten, die den Lebensraum Stadt für sich erschlossen haben und somit zu einem festen Bestandteil der Stadtfauna geworden sind.
Juni 2011
Bezirk hat Sonderseiten eingerichtetVielleicht hat es noch nicht jeder entdeckt? Zu folgenden Themen hat die Lichtenberger Abteilung Stadtentwicklung Sonderseiten eingerichtet: Bebauungsplan "Gartenstadt Karlshorst" 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenzam 27. April 2012 im Rathaus Lichtenberg war ein erster Schritt und ein großer Erfolg. Die anwesenden Marzahner und Kreuzberger wünschten sich ebensolche Veranstaltungen in ihrem Bezirk. Resonanzen von den Teilnehmer/-innen waren: Weitere Infos und Fotos finden Sie bis zum 10. Mai unter www.umwelt.sozdia.de. Gummibaumzu verschenken! ca. 1,5 m groß an Selbstabholer: Pfarrstraße, Tel.: 44 05 26 04 Berlin summt in Lichtenberg!Neuer Berlin summt - Standort wird am 12. Mai 2012 im Bezirk eingeweiht. Der Interkulturelle Garten Lichtenberg wird damit der zwölfte und letzte Referenzstandort des erfolgreichen Kümmerers für Wild- und Honigbienen in unserer Stadt. Die Initiative Berlin summt ist bekannt geworden, weil sie Imker und Hausbesitzer zusammenbringt, um Bienenstöcke insbesondere auf den Dächern prominenter Orte und touristischer Sehenswürdigkeiten Berlins, aufzustellen. Sie macht damit seit 2011 erfolgreich auf die Situation der Bienen in der Großstadt Berlin aufmerksam. In Lichtenberg ist übrigens das Deutsch-Russische Museum Karlshorst ebenfalls Referenzstandort von Berlin summt. Infos: www.interkulturellergarten.de, www.berlin-summt.de Gemüsegärten zum Mietenmeine Ernte GbR bietet wieder Gemüsegärten für eine Saison zum Mieten in Wartenberg an. |