Ausgabe Mai 2012
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Deutscher Naturschutzpreis 2012

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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Die Re-Naturierung des Orankesees, Teil 3

Fotos: Heinz Nabrowsky

von Heinz Nabrowsky   /   Druckversion

In der Augustausgabe der Lichtenberger Umweltzeitung wurde über den Stand der Renaturierung des Oranke­sees berichtet. Das Amt für Umwelt und Natur stellte, wie angekündigt, die Entwurfsplanung im Rahmen des Alt ? Hohenschönhauser Seenfestes am 10. September 2011 im Strandbad Orankesee vor. Es gab erfreulich viele Nachfragen der Besucher.

Im September wurde die Vergabe der Bauleistung ?Uferrenaturierung Orankesee? entschieden. Auf Grund des geschätzten Volumens von 293.086,79 Euro brutto wurde die Bauleistung öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt 11 Wasserbaufirmen forderten die Unterlagen an. Leider gaben nur zwei Firmen dann tatsächlich ein Angebot ab. Den Auftrag erhielt die Firma LaWa - Landschafts- und Wasserbau GmbH aus Hönow. Ihr Angebot umfasste 324.516,56 Euro brutto. Der Auftrag wurde am 17.10.2011 erteilt.

Bauanlaufberatung

Am 25.10.2011 erfolgte dann die erste Bauanlaufberatung im Strandbad Orankesee. An der Beratung nahmen der Pächter des Strandbades Orankesee sowie Mitglieder des Fördervereins Ober- und Orankesee teil.

Gegenüber der Entwurfsplanung gab es im Rahmen der Genehmigungsplanung einzelne Änderungen. So wurde festgestellt, dass einige der im Uferbereich wild aufgewachsenen Bäume (Erlen) aber auch ein Teil der nachge­pflanzten Trauerweiden nicht erhalten werden können. Sie sind entweder in die technischen Befestigungen ein­gewachsen oder stehen in Konkurrenz mit der Lindenallee am Ufer, was zum Schrägstand führt.

Auf der ehemaligen Sportfläche an der Oberseestraße (hinter der Gaststätte) ist der Bau des Seewasserfilters für den Obersee vorgesehen. Auf dieser Fläche soll der Lagerplatz für die Wasserbaufirma eingerichtet werden, um die Parkanlage zu schonen. Dafür ist an dieser Stelle die Fällung / Rodung von wild aufgewachsenen Bäumen und Gehölzen erforderlich. Insgesamt werden im November 24 Bäume verschiedener Größen im Rahmen der Baumaßnahme gefällt. Der für die Erhaltung der Bäume verantwortliche Fachbereich Grünflächen hat jeden Ein­zelfall auf die Notwendigkeit der Fällung geprüft. Im Parkgelände werden nach Abschluss der Baumaßnahme wieder Bäume nachgepflanzt.

Zeitweilige Sperrung des Parks am Orankesee

Die Mitglieder des Fördervereins fragten nach der weiteren Benutzung der Grünanlage am Orankesee. Diese wird vom 07.11. bis 30.04.2012 gesperrt. Auf der Baustelle bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken. Durch die Ab­sperrung soll auch Vandalismus an Maschinen und Geräten der Wasserbaufirma verhindert werden. Für viele Nutzer ist das ein erheblicher Einschnitt. Aber zum Spazieren und Laufen stehen zum Glück noch der Obersee­park und das Naturschutzgebiet Fauler See in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung.

Seitens der Wasserbaufirma wurde der Vorschlag unterbreitet, einen Teil der Materialien über die Orankestraße (Zufahrt ehemaliges Wirtshaus) zu transportieren. Dieser Vorschlag wird noch vom Amt für Umwelt und Natur geprüft. Dann wäre es möglich, zumindest noch den Kinderspielplatz im Orankeseepark offen zu halten.

Aber was wird mit dem Eisbaden im Orankesee Anfang Januar 2012? Nach dem letzten Stand der Dinge ist die Veranstaltung durch die Baumaßnahme nicht gefährdet. Zwar ist der Wasserstand des Orankesees deutlich ab­gesenkt worden, aber es bleiben noch etwa 5 m Wassertiefe zum Baden. Gebadet werden kann also auf jeden Fall - mit oder ohne Eis.

Am 01.11.2011 werden vor Ort die ersten Aktivitäten von der Wasserbaufirma entfaltet. Das fängt mit der Auf­stellung des Baustellenschildes und des Bauzaunes an. Der weitere Verlauf hängt von der Witterung ab. Auch bei geringem Frost oder dünner Schneedecke kann gearbeitet werden. Verläuft der Winter normal, werden die meisten Leistungen weit vor dem 30.04.2012 abgeschlossen sein. Der Eröffnung der Badesaison im Strandbad sollte jedenfalls nichts entgegenstehen.

November 2011