Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Deutscher Naturschutzpreis 2012

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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Die Orange Tonne der BSR

von Gabriele Lebelt   /   Druckversion

Richtiger Umgang mit Abfällen hilft der Umwelt und dem Geldbeutel!

In der Abfallanalyse 2008 wurde festgestellt, dass sich in den grauen Restmülltonnen eine Menge Verwertbares befindet. Nun werden in Lichtenberg überall Orange Tonnen aufgestellt.

Wie kam es dazu?

2009 wurde das Pilotprojekt "Service Orange" in Berlin mit 6.000 Haushalten gestartet. Ziel war, noch mehr Wertstoffe zu erfassen, die Gebühren dauerhaft niedrig zu halten und mehr Umweltschutz zu leisten. Im Rahmen dieses Pilotprojektes wurde auch eine zusätzliche Tausch-/Sperrmüllecke "Orange Corner" initiiert. Hier wurden sperrige Gegenstände abgestellt, die dann entweder von den Bewohnern/-innen getauscht oder fachgerecht verwertet werden konnten.

In einem zweiten Pilotprojekt "Orange Box" wurden auf ca. 10.000 Müllstandplätzen zu den bereits bekannten eine neue orangene Tonne aufgestellt. Zusätzlich werden in Siedlungsgebieten an über 100 Plätzen die Orange Box aufgestellt. Die Mieter und Eigentümer von Einfamilienhäusern erhalten durch die Wertstoffcontainer einen "Minirecyclinghof" vor der Haustür. Dies soll sich insbesondere bei der Betriebskostenabrechnung positiv bemerkbar machen.

In die Orange Box gehören: Elektrokleingeräte, Spielzeuge, Metalle, Datenträger, Kunststoffe, Alttextilien (in Tüten), Altholz

Werden diese Stoffe nicht mehr über den Restmüll entsorgt, kann lt. BSR gegebenenfalls die Abfuhr der grauen Tonne von einem wöchentlichen auf einen zweiwöchentlichen Rhytmus umgestellt werden. Dies lohne sich vor allem für große Mietshäuser oder Wohnsiedlungen mit hohem Abfallaufkommen.

Kritik kam vom BSR-Konkurrenten Alba und den Grundstücksverbänden. Sie geben zu bedenken, ob die Müllmengen der Restmülltonnen wirklich um große Volumen verringert werden können, die Gebührenbelastung dadurch wirklich sinkt und halten alles für eine Mogelpackung, da die Gebühren der Restmülltonnen steigen.

Juni 2011