Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Deutscher Naturschutzpreis 2012

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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.

Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.

Bürgerversammlung zur Bahnbrücke Karlshorst

Alle Fotos: Michael Wiese

von Georg Abel   /   Druckversion

Die 150 Sitzplätze in der HTW-Aula reichten nicht aus, als die Pläne für den Neubau der Bahnbrücke am S-Bahn­hof Karlshorst am 12. Januar 2012 vorgestellt wurden. Viele Personen mussten die Präsentationen der Deut­schen Bahn AG, der BVG und des Bezirksamtes stehend verfolgen. Eingeladen hatte der Bürgerverein Karls­horst.
Bereits Anfang Januar wurde mit der Baustelleneinrichtung begonnen, erste Nacht- und Wochenendarbeiten sind für den 20. - 22.01. 2012 sowie den 27. - 30.01. 2012 geplant. Es folgen bis Ende Juni Hilfsbrücken zur Aufrecht­erhaltung des Bahnverkehrs. Ab Juli 2012 beginnen die Brückenarbeiten auf der Westseite der Brücke. Die ge­plante Gesamtdauer beträgt rund zwei Jahre. In diesem Zeitraum wird es etwa zehn Vollsperrungen der Tres­kowallee geben, was für Fußgänger und Radfahrer den Weg durch den Empfangsraum des Bahnhofs bedeuten wird. Straßenbahnbenutzer müssen zwischen Rheinstein- und Ehrlichstraße laufen, die Autofahrer Karlshorst am Besten weiträumig umfahren. Der Brückenbau wird im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben Ostkreuz durchge­führt, so dass die S 3 frühestens ab Dezember 2015 wieder durchgängig bis in die Innenstadt fährt.
Im Zusammenhang mit dem Brückenbau ist Folgendes geplant: Die Brücke wird auf 31 m verbreitert. Je Fahrtrichtung wird es Platz für zwei Fahrstreifen geben. Dabei soll der rechte Streifen der gemeinsamen Nutzung von Autos und Straßenbahn dienen. Die beiden Straßenbahnhaltestellen in Bahnhofsnähe werden unter die Brücke verlegt. Am Traberweg entsteht eine neue Doppelhaltestelle. Der behindertengerechte neue Bahnhofszu­gang auf der Westseite wird gebaut, eine Querung für Fußgänger unter der Brücke ist nicht vorgesehen. Die bis­herigen Fussgängerübergänge Dönhoff- und Wandlitzstraße bleiben erhalten.
Die ursprünglich geplanten sechs Fahrstreifen pro Richtungen entfallen. Um die neuen Haltestellen unter der Brücke zu erreichen, wird die Straßenbahn hier zu den Haltestellen nach außen verschwenkt. Unter der Brücke soll es außerdem einen Radweg geben, in der Brückenmitte werden Stützpfeiler gebaut. Änderungen sind nicht auszuschließen.
Der Bürgerverein Karlshorst spricht sich weiterhin für die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs aus. Er setzt sich zum Beispiel für den dauerhaften Erhalt des Regionalbahnhofs und für eine Verlagerung des massiven Durchgangsverkehrs auf die Tangentialverbindung Ost ein.
Kontakt: www.karlshorst-buergerverein.de

Februar 2012