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"Stadt braucht Natur - gemeinsam für Vielfalt, Naturerfahrung und Lebensqualität". Unter diesem Motto loben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin den diesjährigen Deutschen Naturschutzpreis aus. Die hochkarätig besetzte Jury vergibt den Preis für originelle Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz in den drei Kategorien: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Die Bewerbungsfrist für Förder- und Ehrenpreis endet am 9. April 2012, für den Bürgerpreis aber am 3. August 2012.
Weitere Informationen unter: www.deutscher-naturschutzpreis.de.




Ambrosiabekämpfung in Lichtenberg
von Sandra Kannabei / FU Berlin / Druckversion
Berliner Aktionsprogramm gegen Ambrosia (BAgA)
Ambrosia (Mehrzahl: Ambrosien) ist ein Wort, das sich vom griechischen "αμβροσία" ableitet und "Unsterblichkeit" bedeutet. Wer vermutet, dass man aus den Pflanzen der Gattung Ambrosia den bekannten Göttertrunk herstellt, wird enttäuscht. Die Bezeichnung erklärt sich daraus, dass sich unter optimalen klimatischen Bedingungen die ein- und mehrjährigen Arten dieser Gattung sehr stark ausbreiten und kaum auszurotten sind. Die auch als Traubenkraut oder Ragweed bekannten Pflanzen sind vorwiegend in Nordamerika beheimatet, wo unter den 40 bekannten Arten vor allem die hoch allergenen Arten Ambrosia artemisiifolia (Beifußblättrige-Ambrosie) und Ambrosia psilostachya (Stauden-Ambrosie) zu starken Asthmaanfällen und Heuschnupfen bei Betroffenen führen.
Auch in Berlin hat sich durch menschliches Fehlverhalten dieser Neophyt (Neo = neu und phyton = Pflanze) angesiedelt und stäubt während seiner Blütezeit zwischen Juli bis September hunderttausende von hoch allergenen Pollen in die Luft aus. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, hat sich das Berliner Aktionsprogramm gegen Ambrosia (BAgA) das Ziel gesetzt ,eine weitere Ausbreitung dieser Pflanze zu verhindern und die derzeitige Bestände zu minimieren. So wurden im Rahmen des Aktionsprogramms und mit der Unterstützung der Ambrosia-Scouts 1.280 Ambrosia Bestände im Jahr 2010 in Berlin entdeckt, von denen 90% beseitigt wurden. Die restlichen 10% der nicht beseitigten Bestände sind meist durch die mehrjährige Stauden-Ambrosie geprägt. Diese wurden vor allem im Ostteil der Stadt in Großbeständen mit jeweils mehr als 1.000 Pflanzen beobachtet. Ihre Bekämpfung ist schwierig, weil sie sich neben Samen auch über ihre Wurzeln vermehren.
Versuchsfläche am Monimbó-Platz
In Zukunft sollen auch die Großbestände der Stauden-Ambrosie vernichtet werden. Dazu erproben in diesem Jahr das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin mechanische und das Pflanzenschutzamt Berlin chemische Bekämpfungsstrategien. Beide Versuchsflächen befinden sich in Lichtenberg. So werden die mechanischen Bekämpfungsstrategien am Monimbó Platz am S-Bahnhof Lichtenberg getestet. Auf den jeweils 1m² großen Versuchsflächen werden die Pflanzen unter anderem ausgegraben, ausgerissen oder einfach nur abgemäht. Wie effektiv diese Methode ist, wird sich erst mit Beginn der Vegetationsperiode im Jahr 2012 zeigen. Da die mechanischen Bekämpfungsstrategien meist sehr aufwendig und kostenintensiv sind, testet das Pflanzenschutzamt auf einer Privatfläche an der Landsberger Allee diverse Herbizide auf ihre Wirksamkeit gegenüber Ambrosia. Die ersten Ergebnisse zu den wirkungsvollsten Mitteln gegen den Neophyten sind hier bereits schon am Ende dieser Vegetationsperiode abzulesen. Wie nachhaltig sie sind, zeigt sich erst im Frühling 2012.
Auch die Bevölkerung kann das Berliner Aktionsprogramm im Kampf gegen Ambrosia unterstützen:
Melden Sie Ambrosia-Funde
Entfernen Sie auf Ihren Privatflächen die Ambrosiapflanzen inklusive Wurzeln und entsorgen Sie die Pflanzen über den Hausmüll.
Verwenden Sie kein mit Ambrosiasamen verunreinigtes Vogelfutter.
So schützen Sie sich und andere Bewohner der Stadt vor der hochallergenen Pflanze und tragen zur Erfassung der Bestände und ihrer Entwicklung im Ambrosia-Atlas bei. Weitere Informationen und die Möglichkeit von Ihnen entdeckte Ambrosia-Bestände zu melden, finden Sie unter der Internetadresse: www.fu-berlin.de/ambrosia.
August 2011
Bezirk hat Sonderseiten eingerichtetVielleicht hat es noch nicht jeder entdeckt? Zu folgenden Themen hat die Lichtenberger Abteilung Stadtentwicklung Sonderseiten eingerichtet: Bebauungsplan "Gartenstadt Karlshorst" 1. Lichtenberger Baumschutzkonferenzam 27. April 2012 im Rathaus Lichtenberg war ein erster Schritt und ein großer Erfolg. Die anwesenden Marzahner und Kreuzberger wünschten sich ebensolche Veranstaltungen in ihrem Bezirk. Resonanzen von den Teilnehmer/-innen waren: Weitere Infos und Fotos finden Sie bis zum 10. Mai unter www.umwelt.sozdia.de. Gummibaumzu verschenken! ca. 1,5 m groß an Selbstabholer: Pfarrstraße, Tel.: 44 05 26 04 Berlin summt in Lichtenberg!Neuer Berlin summt - Standort wird am 12. Mai 2012 im Bezirk eingeweiht. Der Interkulturelle Garten Lichtenberg wird damit der zwölfte und letzte Referenzstandort des erfolgreichen Kümmerers für Wild- und Honigbienen in unserer Stadt. Die Initiative Berlin summt ist bekannt geworden, weil sie Imker und Hausbesitzer zusammenbringt, um Bienenstöcke insbesondere auf den Dächern prominenter Orte und touristischer Sehenswürdigkeiten Berlins, aufzustellen. Sie macht damit seit 2011 erfolgreich auf die Situation der Bienen in der Großstadt Berlin aufmerksam. In Lichtenberg ist übrigens das Deutsch-Russische Museum Karlshorst ebenfalls Referenzstandort von Berlin summt. Infos: www.interkulturellergarten.de, www.berlin-summt.de Gemüsegärten zum Mietenmeine Ernte GbR bietet wieder Gemüsegärten für eine Saison zum Mieten in Wartenberg an. |