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Global Justice Kiez Day im Jugendklub Linse

Als Auftakt einer Kooperation zwischen dem "Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlages e.V." (BER) und Einrichtungen der SozDia Stiftung Berlin im Bereich Jugendarbeit fand am 25. Juni 2021 mit Unterstützung des Bezirksamts Lichtenberg und des Eine Welt-Promotors für Kommunale Entwicklungspolitik in Berlin, Michael Jopp, der "Global Justice Kiez Day" im Lichtenberger Jugendklub Linse statt.
Unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen und einem für die 130 Teilnehmenden ausgelegten Hygienekonzept konnte Kultur für junge Menschen in Lichtenberg wieder spürbar gemacht werden.


Als Redner konnte Bezirksbürgermeister, Michael Grunst, gewonnen werden. Er sprach über Entwicklungspolitik und Jugendarbeit in Lichtenberg und machte deutlich, dass für ihn globale Gerechtigkeit schon im Kiez anfängt. Der Aktionstag helfe sich zu orientieren, denn um nachhaltig und verantwortungsvoll leben zu können, müsse man erst wissen, worum es bei dem Thema geht. Zudem würdigte Grunst - selbst langjähriger Gast des Jugendklubs Linse - die vor Ort geleistete Arbeit, welche eine Lücke im Bildungssystem schließe. Und er bestärkte die von einer Schließung bedrohte Einrichtung darin, sich treu zu bleiben und weiterzumachen wie bisher.

Der Aktionstag startete am Don Xuan Center mit einem Stadtspaziergang der Initiative "grenzgänger". Der Rundgang zeigte die Vielfalt Lichtenbergs und lud dazu ein, sich mit migrantischen Einflüssen im Bezirk und der damit einhergehenden kulturellen Verständigung zu beschäftigen.

Auf dem Gelände selbst stellten sich Initiativen wie der Solidaritätsdienst International e.V. (SODI) vor. Am Stand von SODI war etwas über die Aufarbeitung kolonialer Verantwortung zu erfahren und es wurde zudem über die Lichtenberger Städtepartnerschaften mit Maputo-KaMubukwana in Mosambik und Hanoi-Hoan Kiem in Vietnam berichtet. Die Kampagne #SporthandeltFair zeigte, wie im Fußball bei der Beschaffung von Bällen und Textilien nachhaltig gehandelt wird, während das Lichtenberger Unternehmen Ökotopia über biozertifizierten, fair gehandelten Kaffee und Tee informierte.

Foto vom fertigen Grafitti: Kevin Grabarits, alias Jeso616.

Beim Verein Southern Networks for Environment and Development e.V. (SONED) konnten seed bombs gemacht werden und unter Anleitung des Sprayers Kevin Grabarits (alias Jeso616) wurde gemeinsam ein Graffiti zum Thema globale Gerechtigkeit gestaltet. Der Schriftzug "United" in den Farben der Pride-Flagge setzt ein Zeichen der Solidarität für alle Personen, die sich fernab der sexuellen Binärität identifizieren.

Neben kühlen Getränken vom Schankwagen wurden die Gäste durch eine Küche für alle - KüFa - des Southern Networks for Environment and Development e.V., kurz SONED e.V., mit veganen Lebensmitteln auf Spendenbasis verköstigt.
Musikalisch wurde den Gästen mit dem Auftritt von Beatbox-Vize-Weltmeisters Mando auch so einiges geboten. Er stand mit Special Guests, der Crew 4xsample und dem südafrikanischen Reggaesänger Vido Jelashe, auf der Bühne. Flankiert wurde ihr Bühnenprogramm von den DJ´s Disco Vumbi und Cesemeier, die funky afrikanische Musik und HipHop auflegten.