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Die Ereignisse von Hanau betreffen uns hier!

Am Abend des 19. Februar in Hanau wurden Menschen ermordet. Die brutale Gewalt macht sprachlos und entsetzt. Mein und unser Mitgefühl gilt den Ermordeten, ihren Familien, Freunden, allen Betroffenen.

Und doch: Lasst uns nicht im Entsetzen stehen bleiben, damit Hass und Spaltung nicht Raum greifen können zwischen uns! Lasst uns gemeinsam dafür einsetzen, dass alle Menschen, egal welcher Herkunft, Religion oder Geschlechts, friedlich miteinander leben. Unsere Demokratie, unsere offene Gesellschaft ist hierfür eine gute Grundlage. Lasst uns unsere Stimme lautstark nutzen ? jetzt erst recht.

Bereits vor 30 Jahren bin ich, sind wir, in der SozDia losgegangen und haben mit jungen Menschen, die sich in der Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs abgehängt fühlten und radikal äußerten, für gemeinsame Perspektiven des friedlichen Zusammen-Lebens, wo Jede*r ihren integralen Platz findet, 'gerungen'.

An dem Ansatz hat sich bis heute nichts verändert: Jeder Mensch kann in der Mitte der Gesellschaft leben! Wir haben die Aufgabe, dies zu ermöglichen. Der Ruf "Wir sind das Volk" vor mehr als 30 Jahren war ein Ruf der Solidarität, des Gemeinsamen, der Partizipation. Auch daran hat sich nichts geändert, obwohl wir heute zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Ruf "Wir sind das Volk" heute vielfach missbraucht wird zur Ausgrenzung anderer. Besonders in unserer Welt, die unfassbar komplex geworden ist, stellt sich die Frage nach Identität, Orientierung und der eigenen Wirkungsmacht für viele Menschen sehr dringend.

Wir lassen uns durch Gewalt und Terror nicht erschrecken.
Lasst uns weiter gemeinsam Perspektiven schaffen, Räume aufmachen, in denen nicht nur darüber gesprochen wird, was wäre wenn, sondern miteinander gelebt und gestaltet wird.
Lasst uns gemeinsam zeigen, dass und wie Alternativen zu Hass und Orientierungslosigkeit jeweils vor Ort von und mit den Menschen gemeinsam erfunden werden können.
Lasst uns gemeinsam den Angehörigen und Freund*innen der Opfer und der ganzen Welt zeigen, dass wir Hass und Gewalt niemals als Teil unserer Gesellschaft hinnehmen werden.

Michael Heinisch-Kirch